Deutschland - Peru: Die Mannschaft - das Zeugnis

© imago/Eibner, EIBNER/Alexander Neis, imago sportfotodienst

10. September 2018 - 0:04 Uhr

Team macht weiteren kleinen Schritt nach vorne - Julian Brandt bester Mann

Die Mannschaft startete mit einer Viererkette und Joshua Kimmich als zentralem, defensiven Mittelfeldspieler. Toni Kroos und Ilkay Gündogan agierten auf den Halbpositionen offensiv, um die rochierende Sturmreihe mit Julian Brandt, Marco Reus und Timo Werner mit Steilpässen zu bedienen. Dazu schalteten sich die Außenverteidiger Matthias Ginter (rechts) und Nico Schulz (links) häufig mit in die Angriffe ein. Beim 2:1-Sieg gegen Peru präsentierte sich das DFB-Team insgesamt offensiver als beim 0:0 gegen Weltmeister Frankreich, was aber ein bisschen zu Lasten der Stabilität ging.

Defensive

Marc-Andre ter Stegen: Der Barcelona-Keeper und die Nationalelf bilden keine glückliche Liaison. Kurze Ecke  - langes Gesicht hieß es beim 0:1. Bei Advinculas Tor in der 22. Minute machte ter Stegen keine gute Figur. Ansonsten wenig gefordert, ließ in der 2. Hälfte einmal nach vorne abprallen und hatte Glück. Note: 4

Matthias Ginter (bis 72.): War wieder als rechter Verteidiger unterwegs und wurde offensiv erstaunlich häufig von seinen Mitspielern gesucht. Nach Ecke von Kroos (13.) Großchance per Kopf, die aber Pedro Gallese glänzend abwehrte. Note: 2

Jerome Boateng (bis 45.): Wenig gefordert als Innenverteidiger, beim Gegentor zu weit aufgerückt. Note: 3

Niklas Süle: Zunächst unauffällig. Leitete aber mit einem rustikalen Dribbling am gegnerischen 16er und dem zwangsläufigen Ballverlust einen Konter der Peruaner ein, den Jefferson Farfan zum 2:1 für die Südamerikaner hätte ummünzen müssen. Note: 4

Nico Schulz: Defensiv zu halbherzig im Mittelfeld beim Konter der Peruaner, der zum 0:1 führte, danach war seine linke Seite komplett offen. Der Deütant steigerte sich defensiv aber noch. Sein Siegtor (84.) versöhnte ein bisschen. Note: 3

Mittelfeld

Joshua Kimmich: Die Arbeitsbiene im Mittelfeld. Häufig mit dem Staubsauger unterwegs und bekam mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu tun, dafür kaum Offensive-Akzente. Note: 2

Toni Kroos: Übernahm die Rolle des Quarterbacks. Lenkte das deutsche Spiel mit langen Pässen und haute sich hier und da auch defensiv richtig rein. Bescherte sich einen Assist, weil sein Stocherball beim Torschützen Brandt landete. Note: 2

Ilkay Gündogan (bis 83.): In der ersten Hälfte mit einigen feinen Pässchen und Dribblings.Tauchte nach dem Wechsel aber komplett ab. Note: 3

Angriff und Einwechselspieler

Julian Brandt (bis 70.): Erzielte mit einem schönen Lupfer den Ausgleich (25.), nachdem Kroos den Ball irgendwie in den 16er gestochert hatte. In der 56. Minute bei einem Konter mit einem Traumpass auf Werner, den dieser allerdings nicht verwertete. Überzeugende Vorstellung des Leverkuseners. Note: 1

Marco Reus (bis 45.): Großchance gleich zu Beginn, blieb aber insgesamt weit unter seinen Möglichkeiten. Note: 4

Timo Werner (bis 88.): Seine gefürchteten Sprints ins Herz der gegnerischen Abwehr kamen zu selten. Teilweise ungestüm und glücklos im Abschluss. Note: 3

Antonio Rüdiger (ab 46. für Boateng): Trug nicht dazu bei, dass die Abwehr sattelfest wurde - im Gegenteil. Eine Kopfballabwehr landete in gefährlicher Position direkt vor den Füßen des Gegners, glücklicherweise ohne Folgen. Note: 4

Julian Draxler (ab 46. für Reus): Keine Belebung für den Angriff. Beste Szene ein Schuss von der Strafraumgrenze in 83. Minute, der knapp über das Gehäuse der Peruaner flog. Note: 3

Nils Petersen (ab 70. für Brandt): Ohne Note

Thilo Kehrer (ab 72. für Ginter): Debüt für den Spieler von Paris SG. Ohne Note

Thomas Müller (ab 83. für Gündogan): Ohne Note

Kai Havertz (ab 88. für Werner): Durfte noch sein Zwei-Minuten-Debüt im DFB-Dress feiern. Ohne Note