Deutschland chillt! Wir holen das Beste raus aus der Sommerhitze

Ganz schön warm, dieser Sommer
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30. August 2019 - 11:21 Uhr

Ein Crashkurs in Dolce Vita

So langsam haben wir uns auf die Brutzelhitze eingestellt, oder? Temperaturen wie in der Karibik – da hilft nur lockermachen, grillen und chillen (im Freibad beispielsweise). Auch wichtig: Siesta! Bekommen wir Deutschen gerade vom Wettergott einen Crashkurs in Dolce Vita, oder wie? Wäre doch irgendwie ganz schön.

So geht das Ausland mit der Hitze um

Drei Frauen kühlen sich am 12.07.2017 in Sevilla, Spanien, in einem öffentlichen Brunnen ab. Spanien steht eine Hitzewelle bevor, heiße Luft aus der Sahara treibt die Temperaturen hoch. Foto: M. González/Europa Press/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Sonnenbad in einem Brunnen im spanischen Sevilla.
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ITALIEN: Die Devise in Italien lautet in den Hitze-Monaten - Ferien machen. Im August kommt das öffentliche Leben im ganzen Land weitgehend zum Erliegen, viele Büros und Geschäfte in den großen Städten schließen den ganzen Monat. Die Italiener fahren in Massen ans Meer oder in die Berge. Mittags ziehen sich die Menschen meist in dunkle Häuser zurück, um abends wieder am Strand zu flanieren. Wer Pech hat und in Städten wie Rom oder Mailand bleiben muss, sucht oft vergeblich nach erschwinglichen Freibädern. Man kann es dann den verschwitzten Touristen gleichtun und sich in ein Restaurant mit Ventilatoren setzen, die per Sprühnebel Abkühlung versprechen. Ansonsten bleibt einem nur die Wahl: Zurück ins klimatisierte Büro.

SPANIEN: Die Menschen in Spanien sind an die Sommerhitze gewöhnt. Wenn die Sonne besonders heiß vom Himmel knallt, zwischen 14 Uhr und 17 Uhr, zieht man sich einfach zurück. Die Siesta, der "Mittagsschlaf", gehört zu Spanien wie Paella, Stierkampf und Flamenco. Büros machen längere Pausen, in den meisten Läden werden "Geschlossen"-Schilder nach draußen gehängt. Während der Siesta halten inzwischen allerdings die wenigsten Spanier ein Nickerchen. Man geht ins Fitnessstudio oder ins Schwimmbad oder isst mit der Familie und mit Kollegen einfach länger zu Mittag. Fast überall in Spanien gibt es ja Klimaanlagen. Auch die Essgewohnheiten werden dem Klima angepasst. Im Sommer erfrischt man sich zum Beispiel gerne mit kalt servierten Suppen wie Gazpacho oder Salmorejo. Lust auf einen Kurztrip nach Spanien? Die besten Ferienwohnungs-Anbieter für Barcelona finden Sie hier.

31.05.2018, Mexiko, Mexiko-Stadt: Zwei Frauen spazieren durch den Zentrum der mexikanischen Hauptstadt. Da die Stadt auf 2250 Metern Höhe liegt, ist die Sonne dort besonders intensiv. (zu dpa-Korr "Sombreros, Hydranten, Feuchttücher - weltweite Strat
Gut behütet: Zwei Frauen mit Kopfbedeckung in Mexiko-City.
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THAILAND: In dem südostasiatischen Land sind Temperaturen von mehr als 30 Grad keine Besonderheit, sondern eher die Regel - und zwar das ganze Jahr über. Deshalb ist die Kleiderordnung auch nicht so streng wie anderswo: Hemd über der Hose und Flip-Flops sind hier völlig normal. Über Schweißflecken sieht man hier hinweg. Viel gegen die Hitze machen lässt sich nicht. Dinge wie Jogging oder Radfahren halten die meisten Thais für überflüssig. Insgesamt bewegen sie sich langsamer als Europäer. Und in Bangkok flüchten die Hauptstädter sehr gern in die großen und - mithilfe von gigantischen Klimaanlagen - tief heruntertemperierten Shopping-Malls.

MEXIKO: In Mexiko, das in dieser Woche ebenfalls unter einer Hitzewelle im Norden mit Temperaturen bis zu 40 Grad ächzte, darf gegen die Sonne vor allem eines nicht fehlen: der Sombrero. Damit ist aber nicht die übergroße Kopfbedeckung gemeint, die Klischee-Mexikaner in Comics tragen. "Sombrero" bedeutet schlichtweg Hut - und Hüte werden in dem lateinamerikanischen Land an jeder zweiten Straßenecke verkauft. In Mexiko-Stadt ist er besonders wichtig. Da die Stadt auf 2.250 Metern Höhe liegt, ist die Sonne dort besonders intensiv. An den Küsten Mexikos herrscht tropisches Klima. Um in der feuchten Hitze relativ cool zu bleiben, setzen zum Beispiel die Menschen im Bundesstaat Veracruz auf traditionelle weiße Leinenkleidung.