Kugel statt Traumurlaub

Deutscher Tourist bei Militärunfall auf den Malediven angeschossen

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07. November 2019 - 23:58 Uhr

Deutscher musste mit Schussverletzung ins Krankenhaus gebracht werden

Ein deutscher Tourist ist bei einer Militärübung auf den Malediven verletzt worden. Der 41-Jährige wurde von einem Querschläger getroffen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Er war mit einem Boot vor der Insel Girifushi unterwegs gewesen.

Auswärtiges Amt bestätigt Vorfall

Lebensgefährlich sei die Schussverletzung des Mannes nicht, teilte das Verteidigungsministerium des Inselstaates mit. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte am Donnerstag den Vorfall, der sich bereits am Mittwoch ereignet hatte. "Unser Honorarkonsul auf den Malediven sowie unsere Botschaft in Colombo stehen mit dem Betroffenen in Kontakt", hieß es dort. Weitere Details - etwa zu seinem Wohnort - veröffentlichte das Amt nicht.

Malediven entschuldigen sich für verletzten Touristen

Das maledivische Verteidigungsministerium entschuldigte sich für den "äußerst unglücklichen Vorfall". Soldaten hätten vor der Insel unter strengen Sicherheitsvorkehrungen Schießübungen abgehalten. Ersten Ermittlungen zufolge war das Boot des Touristen jenseits der Gefahrenzone unterwegs und auch nicht direkt in der Schusslinie des Manövers gewesen. Jedoch sei offensichtlich eine Kugel als Querschläger extrem abgewichen. Die Behörden hätten eine Untersuchung des Zwischenfalls eingeleitet. Das Ministerium werde die Sicherheitsvorschriften noch mal verschärfen.