Kategorie Forschung

Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Zwei von drei Finalisten kommen aus dem Land Bremen

Auf einem Display zeigt das Urban Pergola-Team eine Zeichnung ihrer Projektidee. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild
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01. Dezember 2020 - 8:01 Uhr

Projekt "Urban Pergola" und Software "Loopsai" nominiert

Zwei von drei Finalisten in der Kategorie Forschung kommen beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis aus dem Land Bremen. Dabei handelt es sich um das Projekt "Urban Pergola" von vier Studierenden der Hochschule Bremerhaven sowie die Software "Loopsai" von der Universität Bremen. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wird mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in einer Online-Veranstaltung am 4. Dezember verliehen.

Nachhaltiges Wirtschaften und begrünte Dächer

Bei "Loopsai" von der Universität Bremen geht es um nachhaltiges Wirtschaften mithilfe Künstlicher Intelligenz. So soll Lebensmittelverschwendung reduziert werden. Das Team will die Stoffströme einzelner Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll und außerdem maximal ressourceneffizient miteinander vernetzen. Eine intelligente Open-Source-Software soll genutzt werden, die Lebensmittelabfälle digital erfasst und anderen Unternehmen für die Weiternutzung anbietet.

Die zentrale Idee der Bremerhavener Studierenden sind begrünte Dächer in Städten durch rankende Pflanzen an Stahlseilen und Netzen. "Urban Pergola" biete eine leicht umsetzbare, kostengünstige und flexible Lösung, um mehrere Probleme auf einmal zu lösen, heißt es in der Begründung der Jury. Im Sommer aufgeheizte Städte könnten mit den grünen Netzen nicht nur gekühlt werden, auch die Luftqualität würde verbessert. Außerdem könnten CO2-Emissionen verringert und die Artenvielfalt erhöht werden, begründete die Jury. "Wir haben versucht den Raumkonflikt in der Stadt zu umgehen und quasi die Stadtbegrünung auf eine neue Ebene zu heben", sagte Studentin Lina Becker im RTL-Interview.


Quelle: DPA / RTL.de