Deutscher Krebskongress: Diese Behandlungsmethoden machen Krebspatienten wieder Hoffnung

25. Februar 2018 - 18:29 Uhr

Krebs ist kein Todesurteil mehr

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen an Krebs. Die Diagnose ist nicht nur für den Betroffenen selber, sondern auch für ihr Umfeld ein Schock. Doch Krebs ist längst kein Todesurteil mehr. Neue Behandlungsmethoden haben die Heilungschancen in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Ärzte bekämpfen Krebszellen mit Immuntherapie

Inzwischen können fast zwei Drittel aller Neuerkrankten erfolgreich behandelt werden. Auf dem Deutschen Krebskongress in Berlin wurden die neusten Forschungsergebnisse präsentiert.

Besonders die Immuntherapie ist ein hoffnungsvoller Ansatz, um gefährliche Tumore in den Griff zu bekommen. Die dabei eingesetzten Medikamente verändern die Krebszellen so, dass das Immunsystem die bösartigen Zellen bekämpft. Wie genau diese Methode funktioniert, erfahren Sie im Video.

Avatar-Forschung hilft Wissenschaftlern, Tumorzellen besser zu verstehen

Um in Zukunft noch mehr Patienten helfen zu können, müssen Mediziner aber vor allem noch mehr Ursachenforschung betreiben. "Was hat zu einem Tumor geführt und was führt im Zweifelsfall dazu, dass er sich im Körper verbreitet?", fragt sich Krebsforscher Prof. Ulrich Keilholz. Vor allem die sogenannte Avatar-Forschung hilft den Wissenschaftlern, das Verhalten von Tumorzellen besser zu verstehen.

Dafür werden Patienten bösartige Zellen entnommen und im Labor weitergezüchtet. An den Labor-Tumoren können die Forscher dann neuartige Medikamente testen. Erst wenn ein Mittel im Reagenzglas funktioniert, bekommen auch Krebskranke den Wirkstoff verabreicht. Medikamente müssen dann nicht mehr sofort am lebenden Objekt getestet werden.