Bundesweites System unter Beteiligung der großen Ketten

Deutsche Umwelthilfe fordert Pfand für Kaffeebecher

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21. Mai 2019 - 8:25 Uhr

Umwelthilfe: Je mehr mitmachen, desto verbraucherfreundlicher

Schnell den Kaffee kaufen, unterwegs trinken und Becher wegwerfen - für viele Deutsche Routine auf dem Weg zur Arbeit: 2,8 Milliarden Einweg-Becher verbrauchen die Deutschen im Jahr, vor allem für Kaffee. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert ein bundesweites Pfandsystem für Mehrwegbecher, an denen sich auch die großen Kaffeeketten beteiligen. "Je mehr Coffee-to-go-Verkaufsstellen mit so einem einheitlichen Pfandbecher arbeiten, desto besser ist die Flächenabdeckung und desto verbraucherfreundlicher wird so ein Pool-System", sagte der DUH-Experte für Kreislaufwirtschaft, Thomas Fischer.

Im Video: So sieht eine Alternative zu Einwegbechern aus

Zu den Auswirkungen der Einwegbecher nimmt Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) an diesem Dienstag in Berlin eine Studie des Umweltbundesamts entgegen.

Herstellung gängiger Kaffeebecher "extrem energie- und wasserintensiv"

Abfallexperte Fischer sagte, es gebe zwar schon Pfandsysteme, aber an denen beteiligten sich vor allem kleine Cafés und Bäckereien in Großstädten. Für ein bundesweites System brauche es die großen Bäckerei- und Café-Ketten, aber die machen bisher nicht mit. Mehrwegquote oder eine Zielvorgabe für weniger Einwegbecher sind Vorschläge der Umwelthilfe, um das zu erreichen.

Die gängigen Kaffeebecher zum Mitnehmen bestünden nicht komplett aus Pappe, sondern zu fünf Prozent aus Kunststoff und seien deswegen kaum recycelbar, sagte Fischer. Zudem sei die Herstellung von Pappe "extrem energie- und wasserintensiv", es würden viele Chemikalien eingesetzt.