Deutsche Tennis-Damen verpassen Fed-Cup-Finale

Das war nichts: Angelique Kerber verlor im Fed-Cup-Duell mit Tschechien ihre beiden Einzel
Das war nichts: Angelique Kerber verlor im Fed-Cup-Duell mit Tschechien ihre beiden Einzel
© dpa, Marijan Murat, mut fdt

22. April 2018 - 15:47 Uhr

Bittere Pleite gegen Tschechien

Die deutschen Tennis-Damen müssen ihre Titel-Ambitionen im Fed Cup mindestens auf das nächste Jahr verschieben. In Stuttgart setzte es im Halbfinale eine 1:4-Niederlage gegen Tschechien.

Ein Sieg von Julia Görges reichte nicht

Jubel und Freude bei Julia Görges (GER). Deutschland, Stuttgart: Tennis, FedCup, Weltgruppe Halbfinale: Deutschland vs Tschechien am 22.04.2018, Porsche-Arena. *** Cheers and Joy with Julia Görges GER Germany Stuttgart Sport Tennis FedCup World Group
Julia Görges gelang ein Sieg gegen Karolina Pliskova
© imago/Hartenfelser, Peter Hartenfelser, imago sportfotodienst

Das klare 2:6, 2:6 von Angelique Kerber gegen Petra Kvitova besiegelte das bittere Aus gegen die tschechische Auswahl. Trotz eines beeindruckenden Auftritts von Julia Görges endete mit dem entscheidenden 1:3 die erhoffte Aufholjagd.

Die momentane deutsche Nummer eins Görges hatte mit einem Gala-Auftritt vor 4.500 Zuschauern und dem 6:4, 6:2 gegen Karolina Pliskova die Gastgeber noch einmal hoffen lassen. Anders als ihre Teamkollegin erreichte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber jedoch anschließend nicht ihre Topform und musste nach nur 58 Minuten ihrer Kontrahentin zum Sieg gratulieren.

"Es wird wohl ein bisschen dauern, darüber hinwegzukommen", sagte die spürbar geknickte Kerber. "Wir wissen alle, dass das eine große Möglichkeit für uns war."

Gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Kvitova lag Kerber schnell deutlich zurück. Die tschechischen Fans, die zuvor bei Görges verstummt waren, wurden zunehmend lauter. Die 30-Jährige trat insgesamt zu passiv auf und leistete sich in wichtigen Momenten Doppelfehler.

Beim abschließenden und bedeutungslosen Doppel gaben Tatjana Maria und Anna-Lena Grönefeld gegen Barbora Strycova/Katerina Siniakova beim Stand von 5:7 auf.

0:2-Hypothek von Samstag war zu hoch

Der erhoffte erste Finaleinzug nach dem verlorenen Endspiel von Prag vor vier Jahren und der ersehnte dritte Titel nach 1987 und 1992 blieb in weiter Ferne. Nach den zwei Einzel-Pleiten war das DTB-Team am Samstag klar in Rückstand geraten, noch nie hatten deutsche Damen im wichtigsten Nationen-Wettbewerb ein 0:2 aufgeholt.