Deutsche Rodler schreiben Wintersport-Geschichte

Überschäumende Freude bei den deutschen Rodlern
Überschäumende Freude bei den deutschen Rodlern
© imago/Eibner Europa, EIBNER/EXPA/Johann Groder, imago sportfotodienst

15. Februar 2018 - 15:48 Uhr

Sotschi war keine Eintagsfliege

Wie erwartet haben die deutschen Rodler den Team-Wettbewerb gewonnen und ihren Erfolg von Sotschi wiederholt.

1.000 Goldmedaille für deutsches Rodel-Team

Zwei Urschreie von Cheftrainer Norbert Loch hallten durch den Olympic Sliding Centre in Pyeongchang, als die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ins Ziel gerauscht waren und das deutsche Quartett zum olympischen Gold im Teamwettbewerb geführt hatten. Natalie Geisenberger, Johannes Ludwig und Wendl/Arlt wiederholten den Olympiasieg bei der damaligen Premiere in Sotschi 2014 - ein goldener Abschluss und gewannen die 1.000. Goldmedaille, die seit 1924 bei Olympischen Winterspielen vergeben wurden.

"Es ist sensationell, was wir erreicht haben. Das ist viel mehr, als wir erwartet haben», sagte Loch, der stolz mit den Fingern die Sechs anzeigte. Für die deutschen Rodler war der Teamerfolg die sechste Medaille der Wettbewerbe in Südkorea. "Wir haben uns akribisch vorbereitet. Vier Jahre ist eine lange Zeit. Wenn es zum Schluss aufgeht, muss man es rauslassen", begründete der Cheftrainer in der ARD seine befreienden Schreie.

Sechs Medaillen in vier Rennen

Vor dem Staffel-Olympiasieg hatte Ludwig Bronze im Männer-Einzel geholt, bei den Frauen hatte es Gold für Geisenberger und Silber für Dajana Eitberger gegeben. Im Doppelsitzer hatten Wendl/Arlt gesiegt, Dritte wurden Toni Eggert/Sascha Benecken. Deutschland ist damit wie in Sotschi die erfolgreichste Rodel-Nation.

Damals hatten die deutschen Kufen-Asse sogar alle vier Goldmedaillen gewonnen. Nur der folgenschwere Patzer von Felix Loch auf dem Weg zu seinem Gold verhinderte diesmal das erneute goldene Vierer-Pack.

Durch ihre beiden Erfolge in Pyeongchang stiegen Natalie Geisenberger und Wendl/Arlt mit vier Goldmedaillen zu den erfolgreichsten Olympioniken in ihrer Sportart auf und lösten den dreimaligen Olympiasieger Georg Hackl ab.

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Geisenberger fuhr wie bei ihrem Sieg am Dienstag eine saubere Linie und schickte den Olympia-Dritten Johannes Ludwig, der im Vorjahr schon WM-Gold im Team holte, in die Bahn. Nur 24 Stunden nach dem Goldcoup im Doppelsitzer krönte das Bayern-Duo Wendl/Arlt die Gesamtvorstellung der Rodler. Am Ende hatten sie deutliche 0,355 Sekunden Vorsprung auf Kanada.