2018 M04 1 - 18:17 Uhr

Straßengenaue Analysen im Bundestagswahlkampf

Nach dem Datenskandal bei Facebook gibt es jetzt auch Vorwürfe gegen ein deutsches Unternehmen: Die Deutsche Post soll Daten ihrer Kunden im Bundestagswahlkampf an Parteien verkauft haben. CDU und FDP haben zugeschlagen - und laut 'Bild am Sonntag' jeweils einen fünfstelligen Betrag für die straßengenauen Analysen gezahlt.

Kunden können verhindern, dass die Post ihre Daten sammelt

Was die Post dort betrieben hat, ist völlig legal, meint Rechtsanwalt Christian Solmecke. Natürlich braucht das Unternehmen das Einverständnis der Kunden, um deren Daten überhaut sammeln zu dürfen. Das Problem ist nur, dass vielen Kunden gar nicht klar ist, dass sie der Post dieses Einverständnis gegeben haben. "Schon wenn man einen Nachsendeauftrag bei der Post stellt, gibt mach auch gleichzeitig das Einverständnis, diese Daten zu Werbezwecken zu verwenden", erklärt Solmecke. Darum sollte man bei Postformularen sehr genau darauf achten, was genau man eigentlich unterschreibt.

Aber kann man sich auch noch gegen die Weitergabe wehren, wenn die Post die persönlichen Daten bereits gesammelt hat? Der Rechtsanwalt meint ja! Wie das genau funktioniert, erklärt Christian Solmecke im Video.