Alte Preise ab Mai

Deutsche Post macht private Pakete wieder günstiger

Deutsche Post macht Pakete für Privatkunden wieder günstiger
© dpa, Monika Skolimowska, skm;cse fgj

05. Februar 2020 - 12:57 Uhr

Post macht Preiserhöhung rückgängig

Die Post macht Pakete für Privatkunden jetzt doch wieder billiger - nachdem die Preise erst zu Jahresbeginn erhöht worden waren. Grund dafür ist eine Beschwerde der Bundesnetzagentur, die die Preise als zu hoch beanstandet und ein offizielles Verfahren eingeleitet hatte.

Ab Mai gelten wieder die alten Preise

Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen innerhalb Deutschlands kostet in der Filiale seit dem 1. Januar 4,79 Euro, zuvor waren es 4,50 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets verteuerte sich um einen Euro auf 10,49 Euro. Im Durchschnitt stiegen die Preise um drei Prozent.

Die Begründung: Die Kosten für Personal und Transport seien gestiegen. Die Bundesnetzagentur zweifelte diese Begründung allerdings an und leitete ein Verfahren gegen die Post ein. Das Unternehmen hat nun reagiert: Ab Anfang Mai sollen Pakete wieder zu den alten Preisen versendet werden können. Das Datum erklärt sich laut Post dadurch, dass IT-Systeme und Kundeninformationen erst wieder auf die alten Beträge angepasst werden müssten.

Post: "Müssen Preise irgendwann erhöhen"

Mit ihrer marktbeherrschenden Stellung könne die Post diese Preise deshalb im Sinne des Wettbewerbs nicht verlangen, hatte die Bundesnetzagentur ihr Verfahren begründet. Im Paketbereich hat der Bonner Konzern einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Das Verfahren sei nun allerdings "gegenstandslos" und werde eingestellt, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Die Post muss somit mittelfristig auf die Mehreinnahmen durch Pakete von privaten Kunden verzichten. Wann und wie die nächste Preiserhöhung ansteht, bleibt bis auf Weiteres unklar. "Aber natürlich werden wir irgendwann die Preise auch wieder erhöhen müssen", sagte der Post-Sprecher.