15. März 2019 - 6:11 Uhr

Polizei schickt Ortungs-SMS

Es ist kalt und stürmisch am 3. Februar, doch als Isländerin ist Antania Baranauskiene schlechtes Wetter gewohnt. Außentemperaturen von zwei Grad über Null können die Frau nicht von einem Spaziergang am Meer abhalten. An den Felsen ist es glitschig und glatt, die 51-Jährige rutscht aus und stürzt in die Tiefe. Mit letzter Kraft klammert sie sich an den Felsen fest, bis drei Männer aus Deutschland sie bemerken und zu Lebensrettern werden. Was die Männer und Antania Baranauskiene beim Wiedersehen per Videotelefonie sagen – in unserem Video!

Rettungshubschrauber zieht die Trage mit der Verletzten nach oben

Island
Es dauerte eine halbe Stunde, bis die Retter eintrafen.

Marco Andreae (48), Dirk Richter (42) und Andy Gabriel (31) sind Schreiner aus Quedlinburg. Sie sind auf Montage auf Island, wollen an diesem Februar-Sonntag einem Kollegen die Umgebung der kleinen Hafenstadt Porlákshöfn im Süden Islands zeigen. Als sie die Frau entdecken, die um ihr Leben kämpft, rufen sie sofort Hilfe per Handy. Doch es ist schwer, den Standort zu beschreiben, deswegen schickt die isländische Polizei eine Ortungs-SMS, berichtet die französische Website "Decotidien Nouvelles".

Die drei Männer aus dem Harz rufen der Frau zu, dass Hilfe unterwegs ist, winken ihr und machen ihr Mut. Trotz der technischen Unterstützung dauert es fast eine halbe Stunde, bis die Retter in der einsamen Bucht eintreffen. Mit einem Rettungshubschrauber kann die Trage mit der Verletzten geborgen werden, sie wird ins Krankenhaus gebracht. Und ihren Rettern immer dankbar sein, wie sie betont.