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Deutsche blieb monatelang auf den Philippinen, um Straßenhund Buddy mitnehmen zu können

Deutsche blieb monatelang auf den Philippinen, um Straßenhund Buddy mitnehmen zu können

"Ich konnte ihn einfach nicht zurücklassen - ich liebe diesen kleinen Kerl so sehr"

Sechs Wochen weiße Strände und kristallblaues Wasser: Emmy Karnót wollte einen Traumurlaub auf der beliebten Ferieninsel Boracay auf den Philippinen verbringen. Aus den ursprünglich geplanten sechs Wochen wurden mehrere Monate. Der Grund? Die junge Frau verliebte sich – in einen kleinen Straßenhund.

Deutsche harrt monatelang auf den Philippinen aus, um Straßenhund mitnehmen zu können
Für den kleinen Buddy harrte Emmy sogar in den Slums von Manila aus.
Facebook/ Emmy Karnót

"Ich liebe meinen Hund Buddy so sehr, dass ich wegen ihm ein paar Monate länger auf den Philippinen geblieben bin, damit ich ihn mit nach Deutschland nehmen kann", erklärte sie auf Facebook. "Es war sehr kompliziert und teuer, all die notwendigen Papiere zu bekommen, die er braucht, damit er mit nach Deutschland darf. Manchmal war ich kurz davor aufzugeben. Aber mit der Hilfe meiner Freunde sind wir zusammen in Deutschland angekommen", fasste sie zusammen. "Ich konnte ihn einfach nicht zurücklassen – ich liebe diesen kleinen Kerl so sehr."

Emmy entdeckte den kleinen Mischling am Strand, als sie dort ihren Geburtstag feiern wollte. Der kleine Straßenhund war gerade einmal sechs Wochen alt und lebte unter einem Polizeiauto. Die Mutter des Welpen hatte nicht genug Milch für den ganzen Wurf, neben ihm hat nur seine Schwester überlebt. Ein Polizist gab den beiden immer etwas von seinem Reis ab – und hielt die beiden Hunde so am Leben. Als der Polizist merkte, wie begeistert Emmy von dem Hund war, hat er ihr einfach den Welpen als Geburtstagsgeschenk überreicht.

Sie pflegte den Kleinen, entflohte ihn und ließ ihn vom Tierarzt untersuchen. Dann wollte die junge Frau auf den Philippinen ein neues Zuhause für den Hund finden. Als sie aber merkte, dass die Menschen dort oft zu arm für ein Haustier waren, beschloss sie, ihn zu behalten. Doch die notwendigen Auflagen und Papiere, um den Hund nach Deutschland mitzunehmen, waren nicht einfach zu erlangen. Sie zog mit dem Hund in die philippinische Hauptstadt Manila, kümmerte sich um die Tollwutimpfungen und alle anderen Atteste – aber langsam ging ihr das Geld aus. Sie zog sogar in die Slums von Manila – alles nur, damit sie Buddy behalten konnte. Durch Spenden von ihrer Familie und ihren Freunden finanzierte sie sich - und ihre Ausdauer zahlte sich aus. Ende November kamen die beiden in Deutschland an. Und nichts wird sie wohl mehr trennen können.