Erdogan-Kritiker und Profi-Boxer

Deutsch-Türke Ünsal Arik kämpft um Titel und Karriere

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7. November 2019 - 13:52 Uhr

Titelgewinn oder krasser Karriereknick

Am Freitagabend steigt Ünsal Arik wieder in den Ring. In der Vergangenheit stand der Deutsch-Türke eher wegen seiner politischen Statements im Fokus. So hat der gebürtige Parsberger den türkischen Präsidenten Erdogan mehrfach scharf für dessen Politik attackiert. Jetzt will Arik wieder mit sportlichen Erfolgen für Schlagzeilen sorgen – und einen weiteren Titel ergattern.

„Ring ist mein Zuhause“

Im Kampf geht es für den 39-Jährigen um vieles: Gewinnt er, ist er der neue Asien-Gürtelträger des Weltverbandes WBC im Mittelgewicht. Verliert er, könnte seine Karriere beendet sein. Sein Gegner ist der Weißrusse Siarhej Huliakevich, Spitzname 'Der Chirurg'. Es steht viel auf dem Spiel für den polarisierenden Arik.

Er sagt: "Zuletzt habe ich viele mediale Schlachten außerhalb des Kampfsports geführt." Damit spielt er auf seine Kritik am türkischen Präsidenten Erdogan an. Die Politik liegt ihm am Herzen. Deshalb hat der Boxer auch vor kurzem ein Praktikum im Deutschen Bundestag bei der SPD eingelegt.

Plenarsäle und Ausschüsse müssen aber noch etwas auf ihn warten, denn "der Ring ist mein Zuhause." Der Kampf findet im Rahmen der 'Fit one Fight Night' in Bergisch Gladbach statt.