Deutsch-französische Kontrollen gegen Schwarzarbeit

13. Juni 2014 - 13:01 Uhr

Deutsche und französische Zöllner sind an zwei Grenzübergängen über den Rhein gemeinsam gegen Schwarzarbeit vorgegangen. Von 55 kontrollierten Firmen habe es auf deutscher Seite in zwölf Fällen einen Verdacht auf Schwarzarbeit oder illegale Beschäftigung gegeben, sagte der Leiter der deutsch-französischen Koordinierungsgruppe der Zollämter, Frank Klein. Als Beispiele nannte er Arbeiter, die nicht ordnungsgemäß deklariert waren, für die die Unternehmen keine Sozialabgaben abführten oder die keine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen konnten. Betroffen ist in erster Linie das Baugewerbe.

Im Einsatz waren bei dieser größten gemeinsamen Aktion seit 2008 knapp 40 Zöllner und Polizeibeamte beider Länder. Da dies eine Momentaufnahme sei, könne man nichts sagen über den Schaden für die Wirtschaft, über Dunkelziffern oder über die Staatsangehörigkeit der illegal Beschäftigten, sagte Klein. Zu einer erkennbaren Tendenz sagte er: "Die Schwarzarbeit bewegt sich auf einem stabilen Niveau." Deutsche und französische Zollbehörden arbeiten schon seit Jahren zusammen, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung einzudämmen.