Deutsch-Afghane wieder in Deutschland

12. Februar 2016 - 6:06 Uhr

Der Frankfurter Student, der wegen Terrorverdachts in Afghanistan inhaftiert war, ist wieder zurück in Deutschland.

Das bestätigte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin. US-Einheiten hatten den 23-Jährigen 20 Tage lang im Militärgefängnis Bagram festgehalten - am Samstag wurde er überraschend freigelassen. Am Freitag hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) in der Sache mit seiner US-Kollegin Hillary Clinton telefoniert.

Der Deutsch-Afghane, der an der Fachhochschule Frankfurt studiert, war am 8. Januar von US-Truppen im Haus seiner Familie in Kabul verhaftet worden. Der junge Mann war bereits zuvor ins Visier der Frankfurter Justiz geraten. Sie stellte 2010 ihre Ermittlungen ein, weil ihm kein konkreter Kontakt zu Terroristen nachgewiesen werden konnte. Im Zuge des Verfahrens war dem Studenten der Pass entzogen worden, den er später zurückbekam.