Ein Drittel weniger Großspenden für CDU

Immer weniger Großspenden für Bundestags-Parteien

Plenarsaal Bundestag Deutschland Berlin 17 12 2018 Der Leere Plenarsaal des deutschen Bundestag
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30. Dezember 2019 - 10:29 Uhr

AfD hat gar keine Großspender

Deutlich weniger Spendengeld: Die im Bundestag vertretenen Parteien haben im zu Ende gehenden Jahr einen starken Einbruch bei Großspenden (das sind Summen ab 50.000 Euro) hinnehmen müssen. Die Gesamtsumme ging von rund 3,1 Millionen auf 1,2 Millionen Euro zurück. Besonders hart traf es CDU und CSU. Die CDU hatte im vergangenen Jahr rund 1 Million Euro an Großspenden eingenommen, nun nur noch 335.002 Euro. Die CSU, die 2018 noch von einem Spender mit 625.000 Euro bedacht worden war, musste sich 2019 mit 95.000 Euro begnügen.

Am meisten bekommt eine Regionalgruppe

ILLUSTRATION - SSW-Schriftzüge sind am Samstag (09.06.2012) in Flensburg während des SSW-Parteitags zu sehen. Auf ihren Parteitagen entscheiden SPD, Grüne und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) am Samstag über die Bildung einer gemeinsamen Koaliti
Veranstaltung des Südschleswigschen Wählerverbandes
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Die CDU bleibt aber die am stärksten profitierende Partei. Wie schon im Vorjahr erhielt die AfD auch 2019 keine einzige Großspende. Die Zahlen hat der Bundestag auf seiner Internetseite veröffentlicht. Danach wurden im laufenden Jahr (Stand Mitte Dezember) zum Beispiel der SPD 156.600 Euro überwiesen - 2018 war es mit 390.001 Euro noch mehr als doppelt so viel gewesen.

Die meisten Spenden erhielt der Südschleswigsche Wählerverband. Die Partei der dänischen Minderheit sitzt nur im Landesparlament von Schleswig-Holstein und ist von der Fünf-Prozent-Hürde befreit. Sie erhielt viermal im Jahr 123.000 Euro Unterstützung vom dänischen Kulturministerium aus Kopenhagen.

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Einzelspenden über 50.000 Euro müssen die Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden, der die Angaben "zeitnah" veröffentlichen muss. Zuwendungen, die im Jahr 10.000 Euro übersteigen, müssen mit Namen und Anschrift des Spenders sowie der Gesamtsumme im Rechenschaftsbericht verzeichnet werden.