Deutlich mehr Grippefälle im Südwesten gemeldet

Medikamente und ein Fieberthermometer liegen auf einem Nachttisch. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Archivbild
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23. Januar 2020 - 16:00 Uhr

In Baden-Württemberg sind bisher fast doppelt so viele Grippefälle gemeldet wie in der Vorsaison. Aktuell sind 2113 Erkrankungen bekannt, wie Gesundheitsministerium und Regierungspräsidium Stuttgart am Donnerstag mitteilten. Im Vorjahreszeitraum habe die Zahl bei 1099 Fällen gelegen. Influenza-Erkrankungen gibt es demnach in allen Stadt- und Landkreisen. 665 Patienten seien in Kliniken behandelt worden. Sechs Menschen starben im Zusammenhang mit der Infektion.

Die Grippefälle müssen dem Landesgesundheitsamt gemeldet werden, wenn der Virus im Labor nachgewiesen wurde. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass die Dunkelziffer der Erkrankungen und auch der Sterbefälle deutlich höher liegt. Die Grippesaison beginnt demnach im Oktober. Ihren Höhepunkt erreicht sie im Februar und März.

Bundesweit sind nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin seit Saisonbeginn 13.350 durch Laboranalysen bestätigte Fälle gemeldet worden. 4439 davon in der vergangenen Woche. Bisher starben daran nachweislich 32 Menschen.

Quelle: DPA