Mehrere Tiere sterben beim Transport nach Dettlingen nahe Konstanz

Jugendlicher soll 40 Kälber im Internet bestellt haben

© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, kjh tba

21. November 2019 - 9:29 Uhr

Kälber über das Internet bestellt

Ein ungewöhnlicher Einkauf mit einem traurigen Ende. Laut Polizei wird einem 17-jährigen Mann aus Dettingen, nahe Konstanz, vorgeworfen, dass er gegen das Tierschutzgesetzt verstoßen haben soll. Angeblich kaufte er auf einem Kleinanzeigenportal 40 Kälber für 1500 Euro - der Transport verlief dann aber katastrophal, mehrere Tiere starben. Die Polizei hat mit den Ermittlungen begonnen.

40 Kälber im Internet bestellt: Nur durch Zufall entdeckt

Die Lieferung kam am Samstag auf einem leerstehenden Hof bei Dettingen an. Nur weil sich das Fahrzeug offenbar im matschigen Boden festgefahren hatte und die Insassen Hilfe suchten, flog die Sache auf. Zeugen aus der Nachbarschaft sahen die Tiere ohne Futter und Wasser – und alarmierten umgehend die Polizei.

Ein trauriges Ende

Am Ort des Geschehens fanden die Polizisten zwei tote Tiere. 37 weitere waren in einem Schuppen eingesperrt – ebenfalls in katastrophalem Zustand. Aus diesem Grund wurden sie mit Infusionen versorgt, trotzdem mussten sieben weitere Kälber eingeschläfert werden -  ihre Überlebenschancen waren zu gering. Die verbleibenden Tiere, die zwischen zwei und sechs Wochen alt sind, wurden vom Veterinäramt beschlagnahmt.

Kälber im Internet bestellt: Motiv unklar

Warum der junge Mann die Kälber bestellt hat, ist nicht bekannt. Nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei kommt der Großteil der Tiere aus Norddeutschland. Gegen den 17-Jährigen, seine mutmaßlichen Handelspartner und auch gegen den Spediteur wird nun wegen des Verdachts von Verstößen gegen tierschutzrechtliche Vorschriften ermittelt.