Der VIP Bus – Promis auf Pauschalreise: Claude-Oliver Rudolph und Ralf Richter

Ralf Richter und Claude-Oliver Rudolph mischen den Bus auf
Ralf Richter und Claude-Oliver Rudolph mischen den Bus auf
© Stefan Menne

16. Dezember 2013 - 10:21 Uhr

Ralf Richter verkörpert oft den liebenswerten "Proll"

In den bekannteren seiner Rollen verkörpert Ralf Richter recht ungehobelte Figuren. Ob er sich auf einer Pauschalreise durch Italien wohl zu benehmen weiß? Bei "Der VIP Bus – Promis auf Pauschalreise" geht es nämlich auch um das Sozialverhalten in einer Reisegruppe. Doch Ralf Richter ist ausgerechnet mit Claude-Oliver Rudolph im Team, der für seine Rollen als Bösewicht berüchtigt ist. Eines ist sicher: Reiseleiterin Olivia Jones lässt den beiden Schauspielern nicht alles durchgehen.

Ralf Richter wuchs zusammen mit sieben Geschwistern in Bochum auf. Zunächst machte er eine Schreinerlehre und studierte ab 1977 zwei Jahre lang an der Schauspielschule Bochum. Nachdem er in Berlin und Bonn am Theater spielte, zog er 1981 nach München. Dort bekam er von Wolfgang Petersen eine Rolle in dem Spielfilm "Das Boot". Seitdem zählt Richter zu den markantesten Darstellern des deutschen Films. Im Laufe seiner Karriere hat er mit einigen der renommiertesten Regisseure des deutschen Films gearbeitet, darunter Dominik Graf ("Die Katze") oder Oskar Roehler ("Suck My Dick"). Unvergesslich sind seine Rollen als Bergmann Otto Schablowski in der TV-Bergarbeiter-Saga "Rote Erde" von Klaus Emmerich und natürlich in der Rolle des Kalle Grabowski in "Bang Boom Bang", gedreht von Peter Thorwarth. Populär wurde Richter als halbseidener Hallodri oder liebenswerter "Proll", wie er ihn etwa in der Urlaubs-Satire "Superstau" oder der Fußball-Komödie "Fußball ist unser Leben" verkörperte. Seine kokett zur Schau gestellte Ruhrpott-Herkunft und sein derber Charme brachten ihm dann auch Schlüsselrollen in der sog. "Unna-Trilogie" des Regisseurs Peter Thorwarth ein: In "Bang Boom Bang" verkörpert er einen cholerischen Ganoven, in "Was nicht passt, wird passend gemacht" einen schnodderigen Bauarbeiter und in "Goldene Zeiten" einen skurrilen Zuhälter. Neben seinen zahlreichen Kinorollen war Richter auch in Fernsehserien wie "Tatort" oder "Der Fahnder" zu sehen.

Richter ist Vater von zwei Kindern, sein Sohn Maxwell Richter ist ebenfalls Schauspieler (u. a. "Bang Boom Bang", "Mädchen, Mädchen"). Seine Tochter Aline trat im Film "Was nicht passt, wird passend gemacht" kurz auf. Ralf Richter engagiert sich für die Alphabetisierung, weswegen er bei dem Hörspiel "Mit einem blauen Auge!" des Projektes "iCHANCE" vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung mitwirkte.

Claude-Oliver Rudolph ist mehr als nur ein "Bösewicht"

Claude-Oliver Rudolph wurde als Sohn eines Pelzgroßhändlers in Frankfurt am Main geboren und wuchs bis zur Einschulung bei seiner Großmutter in der Nähe von Montpellier in Frankreich auf. Er kehrte zu seinen Eltern nach Bochum zurück und besuchte dort die Schule bis zum Abitur. Auf Wunsch seiner Eltern lernte er reiten und fechten. Bereits als Heranwachsender begeisterte er sich für Selbstverteidigung und Karate. Er studierte Philosophie, Psychologie und Theaterwissenschaft und besuchte das renommierte Seminar bei Lee Strasberg. Claude-Oliver Rudolph begann seine Schauspielkarriere am Schauspielhaus Bochum und arbeitete mit Werner Schroeter, Peter Zadek und Rainer Werner Fassbinder. Bis Anfang der achtziger Jahre war Claude-Oliver Rudolph an der Berliner Volksbühne, dem Frankfurter Theater am Turm, der Alten Oper Frankfurt und dem Münchner Prinzregententheater zu sehen.