18. April 2018 - 20:37 Uhr

Grüner Alltag - so könnte es bald jedem gelingen

Hand aufs Herz: Geht es Ihnen auch manchmal so? Sie kommen abgehetzt vom Job, wollen noch schnell ihren Einkauf erledigen und merken erst an der Kasse, dass Sie daheim mal wieder Ihre Einkaufstasche vergessen haben. Der Umweltschützer in Ihnen rebelliert und nur einen Augenblick später drückt Ihnen die Kassiererin die nächste Plastiktüte in die Hand. Mal wieder unnötig Geld ausgegeben und zur Vermehrung von Plastikmüll beigetragen – kein gutes Gefühl. Doch jetzt wird die Plastiktüte bald auf wundersame Weise umweltgerecht.

Kampf dem Müllberg: Wird Plastik jetzt umweltgerecht?

Die dänische Supermarktkette Netto hat auf der Insel Fünen ein Pfand auf Plastiktüten eingeführt. Seit Montag bekommen Kunden, die gebrauchte Tüten wieder in einem der 56 Läden abgeben, umgerechnet rund 13 Cent zurück. Dafür sind die Tüten beim Kauf etwas teurer. Ziel sei weniger umweltschädlicher Plastikmüll in der Natur, teilten die Supermarktkette Netto und die Umweltschutzorganisation WWF mit. Die Einnahmen durch Tüten, die nicht zurückgegeben werden, kämen dem WWF zu Gute.

In Dänemark lassen sich Kunden im Supermarkt häufiger Plastiktüten geben als in Deutschland - obwohl die Tüten auch dort nicht kostenlos sind. Nach Angaben der Supermarktkette nutzt jeder Däne im Schnitt 80 Plastiktüten im Jahr. Nach einer Probephase soll die Initiative auf alle Netto-Märkte in Dänemark und im Ausland ausgeweitet werden. Auch in Deutschland gibt es nach Unternehmensangaben fast 350 Filialen.