2019 M03 15 - 8:38 Uhr

Frankfurt stürmt eine Runde weiter

Die Adler fliegen weiter durch Europa! Im Europa-League-Achtelfinalrückspiel bei Inter Mailand schießt sich Eintracht Frankfurt mit einem 1:0-Auswärtssieg (Hinspiel 0:0) ins Viertelfinale. Der Traum von einem internationalen Titel für eine deutsche Mannschaft lebt weiter.

Jovic ganz frech

Knapp 13.000 Eintracht Fans peitschten ihre Mannschaft in Mailand nach vorne. Und diese zeigte von der ersten Minute an, wie sehr sie in die nächste Runde der Europa League kommen wollten. Bereits nach zwei Minuten musste Inter-Keeper Samir Handanovic seine Pranken ausfahren und einen Fernschuss von Filip Kostic parieren. Den Nachschuss setzte Sebastien Haller dann an die Latte.

Da Ante Rebic den Frankfurtern verletzungsbedingt fehlte, liefen nur Zwei (Sebastien Haller und Luka Jovic) der normalerweise dreiteiligen Büffelherde im Sturm auf. Doch die hatten richtig Lust! Nur vier Minuten nach der ersten Torchance durch Haller zappelte der Ball auch schon im Netz. Stefan De Vrij missglückte eine Kopfballrückgabe, Jovic erkannte seine Chance und lupfte den Ball nach einem Sprint rotzfrech über Inters Keeper (6.). 1:0 für die Gäste.

Chance auf 2:0 verpasst - am Ende reicht es trotzdem

14.03.2019, Italien, Mailand: Fußball: Europa League, K.o.-Runde, Achtelfinale, Rückspiele: Inter Mailand - Eintracht Frankfurt im Guiseppe-Meazza-Stadion. Frankfurts Luka Jovic (r) und Mailands Danilo D·Ambrosio kämpfen um den Ball. Foto: Arne Deder
Es war ein harter Kampf für Luka Jovic und seine Frankfurter
© dpa, Arne Dedert, hpl

Nach der Führung ließen die Adler nicht nach. Hochkonzentriert hielten sie die Mailänder vom eigenen Kasten fern und spielten mutig weiter nach vorne. Danny da Costa flankte nach knapp einer halben Stunde auf Mittelstürmer Haller, der den Ball in den Kasten spitzelte - allerdings aus einer Abseitsposition - kein Tor.

Nach dem Pausentee machten die Gäste dann genau da weiter, wo sie aufgehört hatten. Jedoch wurde auch Inter stärker. Die Hausherren mussten zu diesem Zeitpunkt zwei Tore schießen, um das Viertelfinale zu erreichen. SGE-Schlussmann Kevin Trapp parierte einen Fernschuss aus 20 Metern von Matteo Politano (65.).

Da Mailand mehr investieren musste, bot sich den Frankfurtern plötzlich Platz. Kostic hatte die Riesenmöglichkeit. Im Überzahlspiel konnte sich der Flügelspieler aussuchen, ob er selbst abschließt oder rüberlegt, allerdings verstolperte der Serbe die Möglichkeit (77.). Obwohl die Frankfurter ihre Chancen auf ein 2:0 nicht nutzten, Jovic scheiterte per Kopf  (90.+1) und Kostic per Freistoß (90.+4) an Schlussmann Handanovic, erkämpften sie sich einen verdienten Einzug ins Viertelfinale.