In Hamburg-Hummelsbüttel

Der fehlende Dialekt verriet sie: Enkeltrick-Betrüger in Hamburg gefasst

Seniorin und Telefon
© dpa, Sebastian Gollnow, scg kde bwe

01. Dezember 2020 - 9:16 Uhr

Männer sprachen nicht den sächsischen Dialekt

In Hamburg-Hummelsbüttel sind zwei Männer nach einem versuchten Enkeltrick vorläufig festgenommen worden. Eine 87-Jährige alarmierte zuvor die Polizei. Die Männer flogen auf, weil sie nicht den sächsischen Dialekt sprachen.

Wegen der Corona-Situation angeblich in eine Notlage geraten

Am Sonntagnachmittag (29.11.) erhielt die 87-Jährige einen Anruf ihres angeblichen Enkels. Er soll behauptet haben, wegen der Corona-Situation in eine Notlage geraten zu sein und dringend Geld zu benötigen. Die Rentnerin versprach ihm nach Angaben der Polizei zunächst 2.000 Euro, wurde nach dem Telefonat aber misstrauisch. Denn ihr angeblicher Enkel sprach nicht wie sonst mit einem sächsischen Dialekt. Daraufhin verständigte sie die Polizei.

Insassen verhielten sich verdächtig

Im Beisein der Polizisten erhielt die Frau später einen zweiten Anruf. Dort hieß es, das Geld würde in einer halben Stunde abgeholt werden. Zivilfahnder bemerkten wenig später im Umfeld der Wohnanschrift ein Auto mit zwei Insassen, die sich verdächtig verhielten. Als einer der beiden Männer das Geld entgegen nehmen wollte, griffen die Beamten zu. Ein 26-Jähriger sowie ein 33-Jähriger wurden festgenommen.

Aufgepasst bei Anrufen und Geldforderungen

Betrüger versuchen immer wieder mit unterschiedlichen Geschichten am Telefon Geld zu ergaunern. Nicht selten kennen sie sogar private Details und verunsichern die Opfer so. Immer häufiger nutzen Kriminelle auch die Corona-Pandemie für betrügerische Anrufe aus. Die Polizei ruft insbesondere ältere Menschen dazu auf, bei solchen Anrufen hellhörig zu werden und sofort die Polizei zu rufen.