Der FC und seine Problem-Fans: Sperrt diese Idioten aus!

21. September 2015 - 22:30 Uhr

Ein Kommentar von Daniel Grochow

Mit dem Platzsturm beim Rhein-Derby in M'gladbach haben die Kölner Problem-Fans das Fass zum Überlaufen gebracht. Wer wie FC-Präsident Werner Spinner glaubt, hier mit Deeskalation noch etwas bewirken zu können, der ist ein Träumer. Diese Idioten gehören aus dem Verkehr gezogen - für immer, und ewig.

Der FC und seine Problem-Fans: Sperrt diese Idioten aus!
Bilder, die keiner sehen will: Kölner Anhänger stürmen in M'gladbach den Platz.
© dpa, Maja Hitij

Es wirkt fast schon ein wenig komisch, was Werner Spinner vor dem Rhein-Derby bei Borussia M'gladbach in einem Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung' sagte. Der DFB solle seinen Umgang mit den sogenannten Ultras unter den Fans doch bitte überdenken, meinte der Präsident des 1. FC Köln. "Der DFB hat die Maxime: Strafen. Und wenn noch mal was passiert: höhere Strafen. Das heißt, die Spirale geht immer weiter. Das ist keine Lösung des Problems", so Spinner, der sich wünschte, "dass auch der Deutsche Fußball-Bund mehr zur Deeskalation beitragen würde".

Ein paar Stunden später verkommen diese Worte zu einem schlechten Witz. Köln hat gerade das Derby in Gladbach verloren. Dass die Fans davor und währenddessen Pyrotechnik zünden, daran hat man sich - leider - schon gewöhnt. Was dann kommt, ist für jeden, der ins Stadion geht, um Fußball zu schauen, ein Schlag ins Gesicht. Rund 30 vermummte Chaoten stürmen nach Abpfiff den Platz, liefern sich Jagdszenen mit Ordnern, verletzen Polizisten. Als neutraler Beobachter kann man nur mit dem Kopf schütteln. Eine Erklärung für derart plumpen Hass oder die Lust, zu randalieren, hat man schlichtweg nicht.

Er sei "erschüttert", sagt Spinner nun dem SID. Wie der Verein gegen diese Chaoten vorgehen werde, das wisse er zurzeit noch nicht. "Wir werden uns zunächst einmal zusammensetzen, uns alle Informationen besorgen und alle Bilder anschauen", sagte Spinner. Erst danach will sich der FC dazu äußern, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Immer wieder benehmen sich Kölner 'Fans' daneben

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Hier wird Fußball zum Erlebnis: RheinEnergieSTADION Köln.
© imago sportfotodienst

Es stellt sich also die Frage, die Spinner schon wenige Stunden vor den Ausschreitungen formuliert hatte: Wie sollen Vereine und der DFB mit diesen 'Fans' umgehen? Spinner hatte geantwortet, der Verband solle zur Deeskalation beitragen. Ganz ehrlich: Da lachen diese Krawallmacher doch drüber. Ihnen geht es hier ganz offensichtlich nicht um Fußball, sondern darum, Unruhe zu stiften - und das in aller Regelmäßigkeit.

Im August 2011 werfen Kölner Fans beim Auswärtsspiel auf Schalke Becher mit Urin und Fäkalien. Im März 2012 zwingen Hooligans in drei Autos einen Fan-Bus von Borussia M'gladbach auf der Autobahn zum Anhalten, demolieren das Fahrzeug mit Ziegelsteinen und Schlagstöcken. Einen Monat später stürmen Chaoten nach dem Spiel gegen Bayern den Platz, die Südkurve ist in dunkle Rauchschwaden gehüllt. Im August 2012 hetzen Anhänger im Internet gegen FC-Profi Kevin Pezzoni, dem sogar vor der Wohnung aufgelauert wird.

Die Liste mit Schreckensmeldungen der Kölner Problem-Fans ist lang. Das Maß ist nach den Vorkommnissen in M'gladbach voll. Wer glaubt, hier mit Deeskalation noch etwas bewirken zu können, der ist ein Träumer. Natürlich wird der FC bestraft werden, der DFB muss aber vor allem diese Chaoten ausfindig machen und für immer aus allen Stadien dieser Welt verbannen. Der Fußball ist viel zu schön, um von solchen Idioten kaputt gemacht zu werden.