Reaktion auf TV-Abschied

FC Bayern ist stinksauer auf Flick

18. April 2021 - 16:34 Uhr

Club "missbilligt" Verhalten

In der Führungsetage des FC Bayern München um Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge brodelt es. Denn Trainer Hansi Flick machte am Samstagabend entgegen interner Absprachen öffentlich, dass er den FC Bayern München im Sommer verlassen will. Der Alleingang gefiel den Club-Oberen so gar nicht. Man "missbillige die nun erfolgte einseitige Kommunikation", teilte der Vorstand des Rekordmeisters am Sonntag auf der Club-Homepage mit. Es sind ungemütliche Tage in München.

Ob Flick die Freigabe erhält, bleibt offen

Coach Flick hatte am späten Samstagnachmittag nach dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg (2:3) öffentlich gemacht, dass er die Münchner gebeten habe, seinen noch bis Mitte 2023 laufenden Vertrag nach dieser Saison aufzulösen. Über die Gründe hatte er nicht gesprochen. Doch es gilt als ausgemachte Sache, dass ihn die heftigen Differenzen mit Sportvorstand Hasan Salihamidžić in der Kader- und Transferpolitik endgültig zermürbt haben.

Die Bayern bestätigten zwar diese Bitte. Man habe aber eigentlich mit Flick vereinbart, den Fokus zunächst auf die Bundesliga-Partien in Wolfsburg, gegen Bayer Leverkusen am Dienstag und den FSV Mainz 05 am nächsten Samstag zu legen. Damit wollte man "die volle Konzentration des gesamten Vereins auf diese drei wichtigen Spiele" nicht stören. Ob Flick wie von ihm erhofft eine Freigabe nach der Saison erhält, ist damit zunächst weiter offen.

Video: Das sagen die Fans zum Flick-Beben

Nagelsmann vermeidet RB-Bekenntnis

Der 56-Jährige gilt als Top-Kandidat auf die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw. Der hört nach der EM im Sommer auf. Flick soll die Aufgabe reizen und er weiß, was ihn erwartet. Er war schließlich lange Zeit Co-Trainer von Löw, gemeinsam gewannen die Beiden bei der WM in Brasilien den Titel.

Nachfolge-Favorit Julian Nagelsmann hat derweil ein klares Bekenntnis zu RB Leipzig vermieden. "Es gibt keinen neuen Stand. Es gibt und gab keine Gespräche und auch kein Angebot", sagte er ebenfalls am Sonntagmittag. "Ich finde es total falsch, sich hinzusetzen und zu sagen: 'Was wäre wenn'. Ich kann mich jetzt auch nicht hier hinsetzen und sagen: 'Ich mach jetzt morgen mit Lena Gercke Schluss' - weil ich noch nie mit der zusammen war."

Im Video: Nagelsmann vergleicht die Situation mit einer Trennung von Lena Gercke

Nagelsmann verweist auf seinen Vertrag

Angesprochen auf ein festes Bekenntnis zu Leipzig, meinte der 33-Jährige: "Ich habe mehrfach auf meinen Vertrag hingewiesen und darauf hingewiesen, dass es keine Streitigkeiten gibt." Nagelsmann steht bei RB noch bis 2023 unter Vertrag, eine Klausel für einen vorzeitigen Ausstieg besitzt er nicht.

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