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Der Fall Jakob von Metzler: Kindsmörder will auf Bewährung freikommen

Der Fall Jakob von Metzler: Kindsmörder will auf Bewährung freikommen

11-Jährigen Jakob von Metzler entführt und ermordet

Der zu lebenslanger Haft verurteilte Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler will auf Bewährung freikommen. Rund 15 Jahre nach der Tat stellte er einen entsprechenden Antrag auf Aussetzung der Strafe zur Bewährung, wie der Sprecher des Landgerichts bestätigte.

Name hat Magnus Gäfgen inzwischen geändert

Derzeit werde die Mindestverbüßungsdauer für den inzwischen 42-Jährigen geklärt. Mit einer Entscheidung sei noch in diesem Jahr zu rechnen. Der Täter hat seinen Geburtsnamen Magnus Gäfgen inzwischen geändert. Er verbüßt seine Strafe in Nordhessen.

Polizei drohte dem Täter mit Folter

Das Landgericht Frankfurt/Main hatte den damaligen Jurastudenten im Juli 2003 zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Er hatte den elfjährigen Bankierssohn im September 2002 entführt und ermordet. Internationale Resonanz fand der Fall, weil die Polizei im Verhör Folter androhte, um das Leben des entführten Kindes zu retten. Nach seiner Verurteilung beschäftigte der Mörder zahlreiche Gerichte mit verschiedenen Klagen und Beschwerden.