Der Fall Daniel Küblböck bleibt womöglich bis 2092 offen

Daniel Küblböcks Verschwinden bleibt womöglich noch bis 2092 geöffnet.
Daniel Küblböcks Verschwinden bleibt womöglich noch bis 2092 geöffnet.
© picture-alliance/ dpa, Fredrik von Erichsen, fe_htf

06. Oktober 2018 - 10:33 Uhr

Küblböcks Verschwinden ist immer noch ungeklärt

Der Schock über Daniel Küblböcks Verschwinden sitzt immer noch tief. Nicht nur Familie und Freunde, auch seine Fans wünschen sich eine rasche Aufklärung. Im schlimmsten Fall kann diese jedoch noch bis 2092 auf sich warten lassen - so besagt es das kanadische Recht.

Immer noch viele Fragezeichen hinter Küblböcks Verschwinden

Das Drama um Daniel Küblböck (33) gibt immer noch Rätsel auf. Seitdem der Sänger am 9. September in das Wasser des kalten Atlantiks vor der Küste Neufundlands sprang, gab es mehr Fragen als Antworten - und mittlerweile sogar die ersten Verschwörungstheorien. Mit der Bearbeitung des Falles beschäftigt sich mittlerweile die kanadische Polizei, die RCMP (Royal Canadian Mounted Police), in deren Zuständigkeitsbereich das Gebiet fällt, in dem Küblböck verschwand. Dies ist auch der Grund, warum der Abschluss des Falls noch sehr lange auf sich warten lassen kann.

Kanadisches Recht sieht 99 Jahre Verjährungsfrist vor

Wie der "tz" nun von einem Sprecher bestätigt wurde, muss ein solcher Vermisstenfall laut kanadischem Recht bis zu 99 Jahre geöffnet bleiben. Wenn der Vermisste vor Ablauf dieser Frist bereits 107 Jahre alt würde, kann der Fall auch vorher abgeschlossen werden. Dies wäre bei Daniel Küblböck am 27. August 2092 der Fall - der Tag, seines 107. Geburtstages. Einzig neue Erkenntnisse oder Funde könnten dafür sorgen, dass diese Akte vorher geschlossen wird. Dafür müsste Daniel jedoch wieder gefunden werden oder seine sterblichen Überreste eindeutig identifiziert werden.

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Todeserklärung bereits nach sechs Monaten möglich

Dass die Untersuchung zu seinem Verschwinden weiterhin andauert, lässt jedoch den juristischen Umgang mit Daniel unberührt. Bei einem Schiffsunglück oder durch einen Sturz von einem Schiff gilt eine Ausnahmeregel, sodass Betroffene bereits nach sechs Monaten für tot erklärt werden können.

Auch wenn die Hoffnung von Tag zu Tag geringer wird, bleibt dennoch die Hoffnung auf ein Wunder.

Wenn Sie Selbstmord-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.