Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Hartges

Kretschmers Osterurlaub-Absage "völlig inakzeptabel"

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges.
Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes, Ingrid Hartges.
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15. Februar 2021 - 13:53 Uhr

"Sorgt für Verunsicherung"

Hotels, Restaurants, Cafés: Sie haben es in der Corona-Pandemie besonders schwer. Seit dem zweiten November 2020 sind Hotels und Gaststätten in Deutschland weitestgehend geschlossen. Eine echte Öffnungsperspektive gibt es bis jetzt noch nicht.

Michael Kretschmer, Sachsens Ministerpräsident, schließt nun sogar aus, dass es in diesem Jahr einen echten Osterurlaub geben kann. "Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen. Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben", so der CDU-Politiker in der "Bild am Sonntag".

Das löst beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Entsetzen aus. Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte im RTL/ntv-Frühstart: "Nachdem wir letzte Woche bei dem Beschluss schon nicht erwähnt wurden, jetzt mit solchen Äußerungen hier für Verunsicherung und existenzielle Nöte zu sorgen, ist völlig inakzeptabel. Darüber hinaus ist es auch rechtlich fragwürdig"

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"Stimmung ist aggressiv"

Hartges berichtete zudem, dass die Stimmung in der Hotel- und Gaststättenbranche seit der Ministerpräsidentenkonferenz am vergangenen Mittwoch "aggressiv und verunsichert" sei. Es liege eine "brutale existenzielle Betroffenheit" vor.

Mit Blick auf den digitalen Corona-Wirtschaftsgipfel am Dienstag zwischen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und 40 Verbänden, sagte Hartges, dass die Novemberhilfen bei über einem Drittel der Betriebe noch nicht angekommen seien.

Größere Unternehmen hätten noch nicht mal einen Antrag stellen können. Von Altmaier forderte Hartges: "Natürlich erwarten wir vom Bundeswirtschaftsminister auch eine klare Positionierung in Richtung einer Öffnungsperspektive."