2018 M08 4 - 9:57 Uhr

Eine Art Naturgestz

In Bayern regiert die CSU, und zwar allein. Das war schon immer so und ist so eine Art Naturgesetz. Nur nach dem Abtritt von Edmund Stoiber 2007 war das mal kurz anders. Das Duo Günther Beckstein (Ministerpräsident) und Erwin Huber (Parteichef) verfehlte 2008 die absolute Mehrheit. Die CSU musste ein Koalition mit der FDP eingehen - ein Schock. Huber und Beckstein mussten gehen, es kam Horst Seehofer, übernahm Parteivorsitz und Amt des Ministertpräsidenten und stellte bei der Wahl 2013 die für die CSU natürliche Ordnung wieder her.

Erneuter Verlust der absluten Mehrheit droht

Zehn Jahre nach dem Beckstein/Huber Debakel steht wieder ein Duo an der Spitze der CSU. Seehofer ist der Chef, Markus Söder ist seit März Ministerpräsident. Und es sieht so aus, als müsse sich die CSU wieder von der absoluten Mehrheit verabschieden. Das hat verschiedene Gründe, einer ist die AfD. Die CSU wird der rechtspopulistischen Partei einfach nicht habhaft, selbst mit ihrer harten Linie in der Flüchtlingspolitik nicht, mit der sie eigentlich Wähler wiedergewinnen wollten. In einem Wahlbezirk im niederbayrischen Deggendorf landetete die Alternative mit über 30 Prozent sogar vor der CSU. Was bewegt die Wähler in der Gemeinde, und warum ist die AfD dort so stark? Was unter nimmt die CSU, um die Hoheit in dem Bezirk wiederzugewinnen? DIe Antworten sehen Sie im Video.