Nordwestmecklenburg

Defekt oder Fehler? Heizstrahler verursachte Hausbrand

Feuerwehr
Ein Rettungsfahrzeug der Feuerwehr ist im Einsatz.
Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Das Feuer in einem Wohnhaus in Boltenhagen (Nordwestmecklenburg), bei dem in der Nacht zu Mittwoch ein Millionenschaden entstand, ist von einem Heizstrahler auf einem der oberen Balkons ausgegangen. In dem Zusammenhang wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung gegen den Besitzer der Wohnung ermittelt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin am Freitag sagte. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte das Feuer von dem gasbetriebenen Heizgerät auf das Dach des Hauses mit elf Wohnungen am Ostseestrand übergegriffen und sich danach auf fast das gesamte Haus ausgebreitet.

Ein Brandgutachter untersuche noch die Reste des Heizstrahlers, sagte die Sprecherin. Dabei soll geklärt werden, ob das Gerät einen technischen Defekt hatte, der zu dem Feuer führte, oder falsch betrieben wurde.

Am Dienstagabend hatte es zunächst eine Explosion auf dem betreffenden Balkon gegeben, bevor der Brand ausbrach. Ermittler vermuten, dass es sich um die Gasflasche des Heizgerätes handelte. Zeugen riefen die Feuerwehr, die das zweigeschossige Haus evakuierte. Kameraden von vier Feuerwehren brauchten sechs Stunden, um die Flammen zu löschen. Das neu errichtete Gebäude sei derzeit unbewohnbar, hieß es. Der Schaden wurde auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.