30. Dezember 2017 - 20:14 Uhr

'Deepwater Horizon' war die größte Umweltkatastrophe der USA

Im April 2010 ereignete sich im Golf von Mexiko die schlimmste Umweltkatastrophe, die die USA je gesehen hat: Auf der Ölbohrinsel 'Deepwater Horizon' des Konzerns BP kam es zu einer Explosion. Unmittelbar danach waberte ein Teppich aus Öl der Größe Jamaikas von 780 Millionen Litern über den Ozean, elf Menschen und Hunderttausende Tiere starben. Die Folgen sind noch bis heute spürbar: Ölklumpen und Verschmutzungen ziehen sich über den langen Küstenabschnitt von Louisiana bis Florida.

Apr 21, 2010 - U.S. - A fire aboard the mobile offshore drilling unit Deepwater Horizon located in the Gulf of Mexico 52 miles southeast of Venice, Louisiana. Rescue helicopters, ships and an airplane searched the waters off Louisiana s coast for mis
Nach der Explosion brannte die BP-Ölbohrinsel 36 Stunden lichterloh.
© imago/ZUMA Press, imago stock&people

Nach BP-Bohrinsel-Explosion 2010: Obama führte Sicherheitsregeln ein

Heute weiß man: Schuld an dem Ausmaß der Umweltkatastrophe war unter anderem ein defektes Ventil, dass im Problemfall den unkontrollierten Ölfluss hätte verhindern sollen. Daraus wurden Konsequenzen gezogen: Der damalige US-Präsident Barack Obama verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen für Öl- und Gasförderung im Meer.

Donald Trump will Sicherheitsregeln von Obama wieder abschaffen

Soaked in oil, a seabird lies dead in the surf on Elmer s Island, Louisiana, May 21, 2010. Oil began washing up on the beaches and marshes of Southern Louisiana after the explosion of the BP Deepwater Horizon oil rig a month ago. PUBLICATIONxINxGERxS
Hunderttausende Vögel starben an den Folgen der Umweltkatastrophe.
© imago/UPI Photo, imago stock&people

Nachfolger Donald Trump will daraus offenbar keine Lehre ziehen. Nach Angaben der 'New York Times' will die Trump-Regierung die damals eingeführten Sicherheitsregeln wieder abschaffen. Das Ziel des amerikanischen Innenministeriums: Es sollen "unnötige Restriktionen" für die Industrie beseitigt werden und die heimische Energieförderung gestärkt werden. Wie die Zeitung schreibt, seien die Regeln eingeführt worden, um die Kontrollmaßnahmen der Absperrventile an Bohrlöchern zu verstärken. Die Öffentlichkeit kann sich jetzt bis Ende Januar dazu äußern.