David L. (32) hat gestanden: "Ich habe meine Tochter mit eigenen Händen umgebracht"

Jesmira S. (20) und ihre zwei Monate alte Tochter Senna (†) wurden Opfer des gewalttätigen David L.
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11. November 2016 - 12:38 Uhr

Das Baby starb sofort

Der Vater der zwei Monate alten Senna hat vor Gericht zugegeben, das Baby in Tötungsabsicht aus dem zweiten Stock einer Wohnung in Frankenthal geworfen haben. Es war auf der Stelle tot. Vermutlich war Eifersucht das Motiv. Seine Freundin habe sich mehr um das Baby als um ihn gekümmert, sagte Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz.

Sechsjährige Tochter wurde ebenfalls schwer verletzt

Das Geständnis geht aus einer Erklärung des Angeklagten hervor, die zu Prozessbeginn verlesen wurde. "Ich habe meine eigene Tochter - unser kleines süßes Baby - mit eigenen Händen umgebracht", heißt es darin. Der reuige Täter schluchzte währenddessen sehr und bat um eine gerechte Strafe.

Außerdem hat er gestanden, in seinem Wutanfall auch gegenüber seiner Tochter Joana (6) gewalttätig geworden sein. Demnach stach er mehrfach auf das Mädchen ein. Der Angeklagte David L. habe ihren Tod laut Anklage billigend in Kauf genommen. Nur ein "glücklicher Zufall" habe verhindert, dass die Bauchschlagader verfehlt wurde.

Zunächst hatte er behauptet, das Baby sei ihm vor Schreck aus den Händen gefallen

Der Auslöser für die Taten sei ein Streit gewesen. Darauf habe David L. erst seine schlafende Freundin Jesmira S. (20) und schließlich die Kinder angegriffen. Auch das hat David L. zugegeben. Bei seiner Tat habe er außerdem unter Einfluss von Kokain gestanden haben.

Zunächst hatte der Angeklagte seine Taten bestritten. Das Baby sei ihm nach eigenen Angaben vor Schreck aus den Händen gefallen, als die Polizei am Tatort eintraf. Auch die Verletzungen der sechsjährigen Joana habe er ihr, wie er behauptete, aus "Versehen" zugefügt.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben Mord auch versuchten Mord sowie gefährliche Körperverletzung und Geiselnahme vor.