Dauerregen: Deutschland säuft ab

29. Mai 2014 - 19:11 Uhr

Heftige Unwetter richten Schäden an

Böses Ende einer kurzen Schönwetterphase: Schwere Unwetter richten im Süden, aber auch Westen Deutschlands teilweise schwere Schäden an. Nicht nur das: Anhaltender Regen mit Wassermassen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter prasselt auf uns nieder und Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Dauerregen: Deutschland säuft ab
Starke Regenfälle fluten Keller und Straßen
© dpa, Thomas Pöppel

In Hessen unterspülten die Wassermassen Straßen; Regen, Hagel und Sturmböen brachten den Autofahrern extreme Bedingungen. Schäden gab es auch in Niedersachsen, bei einem Gewitter in Nordhorn schlug in zwei Mehrfamilienhäusern der Blitz ein, ein Schornstein zerbrach in seine Einzelteile. Die Feuerwehr sagte, es sei lediglich Glück gewesen, dass kein Feuer ausbrach. In Emsbüren (NRW) musste die Feuerwehr zu einem Rettungseinsatz in einem Neubaugebiet ausrücken. Dort drohte ein Kran nach dem Unwetter umzustürzen. Zwei Wohnhäuser mussten geräumt werden. Außerdem lief ein Kindergarten mit Wasser voll und musste ausgepumpt werden.

Auch in Bayern kamen etliche Liter vom Himmel, in Freising löste sich diese Gerölllawine durch die Regenfälle. Am Flughafen München kam es zu Flugausfällen.

Keine Besserung in Sicht

Besserung ist jedoch nicht in Sicht: Es geht in der gesamten Republik weiter mit Dauerregen, im Osten und Süden muss sogar mit heftigem Starkregen, Hagel und auch Sturmböen gerechnet werden. Lokal gehen bis zu 120 Litern pro Quadratmeter nieder! Ganz vereinzelt sind durch eingelagerte Gewitter auch Spitzenwerte um 200 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zumindest theoretisch nicht ausgeschlossen.

Am Mittwoch lässt die Gewittertätigkeit zwar allmählich nach. Allerdings regnet es weiter heftig und vor allem im Osten, Norden und Westen muss mit kräftigen, teils unwetterartigen Regenmengen gerechnet werden.

Pünktlich zum Feiertag am Donnerstag soll sich das Wetter wieder etwas beruhigen. Vor allem in der Nordhälfte des Landes und im Südwesten könnten die Vatertags-Ausflügler auf trockenes und mildes Wetter hoffen.