Mattel macht satten Gewinn

Dauerbrenner im Kinderzimmer: Auf Barbie ist immer noch Verlass

23. Oktober 2020 - 12:16 Uhr

Teil der westlichen Kulturgeschichte

Sie ist 61 Jahre alt, jedoch keinen Tag gealtert. Seit 1959 gehört die Barbie-Puppe zum Inventar eines jeden Kinderzimmers, bis heute. Sie ist Teil der westlichen Kulturgeschichte geworden, auch weil sie sich immer wieder verändert hat. Zwar wird oft das eindimensionale Schönheitsideal kritisiert, das Barbie repräsentiert, doch nimmt die Barbie-Firma Mattel beim Design ihrer Puppen auch Stellung zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Mittlerweile gibt es Barbie in verschiedenen Körpergrößen und –formen. Ebenso gibt es eine Puppe, die einen Hidjab trägt. Vorbild war die olympische Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad aus den USA, die bei den Wettkämpfen mit Kopftuch antrat.

Promis als Vorbild

Mittlerweile haben viele Promis ihre eigene Barbie, zum Beispiel Beyonce, Heidi Klum oder oder das Plus-Size-Model Ashley Graham. Barbie geht also durchaus mit der Zeit.

Die Hersteller-Firma Mattel profitiert noch immer von diesem Dauerbrenner, so haben starke "Barbie"- und "Hot Wheels"-Verkäufe dem US-Spielzeughersteller im dritten Quartal zu einem kräftigen Gewinnsprung verholfen. Unterm Strich verdiente der Hasbro-Rivale in den drei Monaten bis Ende September 316 Millionen Dollar (267 Mio Euro) und damit 348 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Erlöse wuchsen angetrieben von hoher Nachfrage nach Puppen und Spielzeugautos um rund zehn Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte.