Hund geht es wieder besser

Unterernährter Junge bettelt um Futter für seinen Hund - gibt es bald ein Happy End in Datteln?

Datteln  -unterernährter Hund
© Facebook, Facebook/Arche 90

04. Juli 2020 - 10:30 Uhr

Mögliches Wiedersehen zwischen Jungen und Hund

Ein kleiner Junge bettelt in der Dattelner Innenstadt um Geld für Futter für seinen Hund: "Der Hund stirbt, wenn er nichts zu essen bekommt", sagt das selbst unterernährte Kind zu einer Passantin. Die alarmierte laut dem WDR die Polizei. Diese Geschichte schockierte Mitte Juni nicht nur die Bürger von Datteln. Mittlerweile gehe es dem Jungen und dem Hund wieder besser, und es könnte sogar noch ein Happy End geben, heißt es vom Tierschutzverein "Arche 90", welcher für den Hund eine Pflegefamilie fand. Denn offenbar ist es nur eine Frage der Zeit, bis die beiden Freunde sich wiedersehen können.

Junge in der Obhut des Jungendamtes

Der Hund war nur noch Fell und Knochen, der Junge selbst ebenfalls unterernährt – so traf eine Passantin am 11. Juni die Zwei. Der Junge wollte in der Fußgängerzone Geld erbetteln, um dem Hund Futter zu kaufen. Das Kind erzählte der Frau, dass das Tier nur einmal am Tag etwas zu essen bekomme, nämlich das Frühstück, das der Junge mit ihm teile.

Die Frau nimmt das Duo mit nach Hause, ruft die Polizei und eine Tierschutzorganisation. "Arche 90" nimmt das Tier auf, um den Jungen kümmert sich sofort das Jugendamt. Nach WDR-Informationen stand angeblich sofort fest, dass das Kind auf keinen Fall direkt wieder in seine Familie kann. Es befindet sich momentan in der Obhut des Jugendamtes.

Hund "frisst wie ein Mähdrescher"

Dem Hund gehe es besser, wie eine Mitarbeiterin von "Arche 90" gegenüber dem WDR bestätigte: "In den ersten Tagen hat er unglaublich viel Wasser getrunken. Er frisst wie ein Mähdrescher und hat schon 1,5 Kilo zugenommen, wir glauben, er schafft es." Weiter heißt es: "Der kleine Mann hat alles richtig gemacht", lobt sie den Jungen. "Durch sein Verhalten hat er der Hündin wohl das Leben gerettet." Das berichtet das Lokal-Magazin "Dattelner Morgenpost".

Einem Wiedersehen zwischen dem Jungen und dem Hund stehe nichts im Wege, so die Tierschutzorganisation. Am Ende müsse aber das Jugendamt entscheiden, ob es zu einem Wiedersehen kommt. Der Junge selbst sei noch nie in Datteln aufgefallen,seine Familie sei kürzlich erst in die Stadt gezogen. Weitere Informationen wollte das Jugendamt nicht preisgeben, um den Jungen zu schützen.