Datenschutz im Fitness-Studio: Wo die neue EU-Datenschutzrichtlinie DSGVO abseits von Facebook und Co. greift

22. Mai 2018 - 20:18 Uhr

Änderungen betreffen auch Offline-Welt

Wer viel im Internet unterwegs ist, wird es bemerkt haben: Alle möglichen Unternehmen weisen darauf hin, dass sich ihre Datenschutz-Richtlinien geändert haben. Das betrifft zum Beispiel Mobilfunkanbieter und natürlich soziale Medien wie Facebook oder Instagram. Aber auch "offline" ändert sich einiges: Umstellen müssen sich zum Beispiel Betreiber von Fitness-Studios.

BMI wird Fitness-Studios zum Verhängnis

DSGVO – die Abkürzung für Datenschutz-Grundverordnung. Was bürokratisch klingt, hat für Fitness-Studio-Betreiber Wiktor Baranowski aus Köln große Auswirkungen: Denn zum Beispiel ein Trainingsplan mit Daten seiner Kunden darf nicht mehr offen herumliegen – und auch nicht im Aktenschrank verstaut werden. Der Grund: Aus Gewicht und Größe der Person ließe sich der Body-Mass-Index, kurz BMI, errechnen und einem Namen zuordnen. Dieser Wert gehöre zu den "sensiblen Daten, die sehr vertraulich zu behandeln sind", sagt Betreiber Baranowski in unserem Video.

Die neue EU-Datenschutzverordnung gilt beispielsweise auch für Schulen, Ärzte oder Vereine. Eben überall, wo personenbezogene Daten aufgenommen werden: Es soll sorgsamer und transparenter mit Daten von Kunden oder Mitgliedern umgegangen werden.

Verordnung schon längst in Kraft, jetzt wird sie umgesetzt

Vereinfacht gesagt: Es darf nur noch das gespeichert werden, was wirklich gebraucht wird – und die Kunden müssen ausdrücklich zustimmen. Die Verordnung ist schon seit zwei Jahren in Kraft. Der 25. Mai ist aber der Tag, an dem die Übergangsfrist endet.