15. Juli 2013 - 21:42 Uhr

Berge voller vertraulicher Akten entdeckt

Hunderttausende vertrauliche Akten von Rechtsanwälten und Arztpraxen haben womöglich jahrelang völlig ungesichert in einer Lagerhalle bei Eisenach herumgelegen. "Das ist hier ein datenschutzrechtliches Fukushima", sagte Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse. Er ließ die durchsuchen. Die meisten Papiere unterlägen noch der Aufbewahrungspflicht, sagte Hasse weiter.

Die 3.000 Quadratmeter große Halle gehört einem Bericht zufolge einer 2008 pleitegegangenen Archivierungsfirma. Über Monate war sie ungesichert, Türen waren aufgebrochen und Scheiben eingeworfen - seit wann genau, ist aber unklar. Möglicherweise hätten sich Unbefugte bereits vor Wochen Zutritt verschafft.

Hasse zufolge hätten auch Weinflaschen herumgelegen und Akten seien aus den Regalen geworfen worden. Möglicherweise hätten sich Jugendliche oder Obdachlose dort aufgehalten.