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Datenklau: Checken Sie hier, ob Ihre E-Mail-Konten betroffen sind

Datenklau: Checken Sie hier, ob Ihre E-Mail-Konten betroffen sind

Sicherheitstest schafft Klarheit

Drei Millionen Deutsche sind betroffen und viele wissen es nicht: Der jetzt aufgeflogene massive Datendiebstahl ist bereits der zweite innerhalb von wenigen Monaten, weltweit 18 Millionen E-Mail-Adressen sind samt Passwörtern in kriminelle Hände gelangt. Bei den gestohlenen Daten soll es sich auch um Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken und Online-Shops handeln. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlicht jetzt auf seiner Internetseite einen Sicherheitstest [Link] , der Ihnen Klarheit verschafft.

BSI, Cyber-Crime, Online-Identitäten, Datenklau
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat im Netz einen Sicherheitstest für E-Mail-Konten bereitgestellt.
picture alliance / Sven Simon, FrankHoermann/SVEN SIMON

Ist die Adresse und damit auch die digitale Identität des Nutzers betroffen, so erhält dieser eine entsprechende Information per E-Mail an die angegebene Adresse. Ist die eingegebene E-Mail-Adresse nicht betroffen, so erhält der Nutzer keine Benachrichtigung. Die Besitzer der E-Mail-Adressen werden vom BSI in Zusammenarbeit mit den Online-Dienstleistern Deutsche Telekom, Freenet, gmx.de, Kabel Deutschland, Vodafone und web.de informiert.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums hatte das BSI vor rund einer Woche den entdeckten Datensatz mit 18 Millionen E-Mail-Adressen inklusive Passwörtern von der Staatsanwaltschaft Verden bekommen. Dabei handele es sich um aktiv genutzte Adressen, die zum Teil schon für den Versand von Spam-Mails missbraucht worden seien. Kriminelle hätten damit nicht nur Zugang zu den privaten Mails, sondern könnten sich auch in Netzwerke einwählen und im Internet einkaufen, wenn die Nutzer dort die gleiche Passwort-Kombination verwenden.

BSI: "Erst nachdenken, dann klicken"

BSI- Präsident Michael Hange rief die Internet-Nutzer zu erhöhter Vorsicht auf. "Die gestohlenen Identitäten werden aktiv genutzt", warnte er. Um Schlimmeres zu verhindern, könnten Internet-Nutzer vor allem eines tun: ihre Passwörter ändern.

Der Diebstahl von Internet-Daten birgt große Gefahren. Die Hacker versuchten, sich mit den entwendeten Daten auf den Servern einzuloggen und Spam-Mails zu verschicken, so Hange. Möglich sei auch, dass sich die Kriminellen Zugang zu Online-Konten in Internet-Shops oder sozialen Netzwerken verschafften.

Hange forderte Onlinedienste-Anbieter auf, die Sicherheitsvorkehrungen weiter zu verbessern, damit bei einem Hacker-Angriff allenfalls E-Mail-Adressen verloren gingen, aber nicht auch die Passwörter. Auf seiner Seite hat das BSI Empfehlungen für Nutzer gestellt, um die Sicherheit bei Aktivitäten im Netz zu erhöhen. Letztlich gelte es, sich im Internet umsichtig zu verhalten. "Erst nachdenken, dann klicken", so Hange.