Dat wor et! 1. FC Köln feuert Peter Stöger

Das war's: Peter Stögers Zeit als Trainer des 1. FC Köln ist vorbei.
Das war's: Peter Stögers Zeit als Trainer des 1. FC Köln ist vorbei.
© imago/mika, Mika Volkmann, imago sportfotodienst

03. Dezember 2017 - 14:46 Uhr

Punkt auf Schalke kommt für Stöger zu spät

Der 1. FC Köln hat auf die monatelange Krise reagiert und Trainer Peter Stöger entlassen. Einen Tag nach dem 2:2 bei Schalke 04 gab der Tabellenletzte die Trennung von dem 51 Jahre alten Österreicher bekannt. Stöger war seit 2013 bei den Kölnern, er hatte den Club aus der 2. Fußball-Bundesliga bis in die Europa League geführt.

Stöger: Rauswurf schon seit Tagen klar

"Wir haben in den vergangenen Tagen gespürt, dass unser gemeinsamer Weg zu Ende ist, und zwar unabhängig vom Resultat auf Schalke. Deshalb war es auch Peter wichtig, einen klaren Schnitt zu machen, bevor emotional und menschlich zu viel Negatives zurückbleibt", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle.

Stöger betonte: "Am Freitag war klar, dass das Spiel auf Schalke unser letztes wird. Um sich voll auf diese wichtige Partie fokussieren zu können, haben wir entschieden, dies erst am Sonntag zu kommunizieren." Der Trainer, der in Köln noch einen bis 2020 gülitgen Vertrag besaß, soll laut 'Bild' eine Abfindung von 750.000 Euro kassieren.

Bis zuletzt habe man gehofft, dass der Klub in der Konstellation mit Stöger, seinem Team und der Mannschaft den Klassenerhalt schaffen könnte, sagte Präsident Werner Spinner. "Leider ist diese Überzeugung jedoch trotz des positiven Resultats auf Schalke nicht mehr ausreichend vorhanden", so Spinner, "deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, auf der Trainerposition ein Signal zu setzen, auch wenn uns diese Entscheidung sehr schwer fällt und wehtut."​

Ruthenbeck übernimmt

Bis zur Winterpause wird zunächst U19-Trainer Stefan Ruthenbeck das Kommando bei den 'Geißböcken' übernehmen. Laut 'Express' hat Köln bereits Kontakt mit Markus Anfang, Trainer von Zweitliga-Spitzenreiter Holstein Kiel, aufgenommen. Der gebürtige Kölner soll demnach zur Rückrunde auf der Trainerbank des FC sitzen.

Mit nur 3 Punkten aus 14 Spielen steht der FC abgeschlagen am Tabellenende. Insbesondere die Offensive bereitet große Sorgen, bislang hat die Mannschaft nur sechs Tore erzielt. Vor knapp sechs Wochen war inmitten der Krise schon Geschäftsführer Jörg Schmadtke zurückgetreten. Als Nachfolger auf der Position des Sportchefs ist Ex-HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer im Gespräch.