Großes Zocker-Experiment

Kinder entscheiden selbst, wie viel sie zocken – dann wird der Spieß umgedreht

21. August 2019 - 14:25 Uhr

Wie viel zocken ist in Ordnung?

Diese Frage löst in vielen Familien Streit aus, denn die Meinungen von Eltern und Kindern gehen weit auseinander. Wir haben in einem Experiment getestet, was passiert, wenn die Kinder für drei Tage selbst entscheiden dürfen, wie viel sie spielen. Wie es ihnen geht, als wir den Spieß umdrehen und die Konsolen für drei Tage einschließen, sehen Sie im Video.

So lief das Experiment ab

Drei Tage lang dürfen die beiden Jungs Finn und Fritz selbst entscheiden, wie viel sie zocken dürfen. Ob Playstation, Handyspiele oder Zocken am Computer – sobald die Jungs aus der Schule kommen, tauchen sie in die virtuelle Welt ein. Ihre Eltern geben für 72 Stunden keine Zeiten mehr vor.

Nach drei Tagen sind sie nicht überrascht, dass ihre Söhne komplett auf soziale Kontakte verzichtet haben. Die Spiele liefen den ganzen Tag, Mahlzeiten haben sie häufig ausfallen lassen. Die Hoffnung, dass sie selbst merken, wann eine Grenze erreicht ist, mussten ihre Eltern begraben.

Doch wie verändert sich das Verhalten der Jungs, wenn sie für die gleiche Zeitspanne gar nicht zocken dürfen? Die Diplom-Pädagogin Elisabeth Elsner begleitet die Familie in dieser Zeit, um die drohenden Entzugserscheinungen der Kinder aufzufangen. Im Video erklärt sie, was nach der Zock-Auszeit von den Eltern unbedingt beachtet werden sollte und wie viel Zeit Kinder generell mit digitalen Spielen verbringen sollten.