Vorerkrankung, Kontaktpersonen

Das wissen wir über die Corona-Patienten aus NRW

Erster Coronavirus-Patient in NRW - Krisenstab im Einsatz
© dpa, Bernd Thissen, bt

26. Februar 2020 - 15:15 Uhr

Zustand des Patienten ist kritisch

Seit Dienstag ist bekannt, dass ein Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen am Coronavirus erkrankt ist. Die Ehefrau arbeitet als Kindergärtnerin. Der Zustand des Mannes sei kritisch. In einer aktuellen Pressekonferenz wurde bekannt gegeben, dass der Mann zuvor in der Kölner-Uniklinik behandelt wurde.  Wir erklären Ihnen alles, was aktuell über das Ehepaar und sein Umfeld bekannt ist.

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Coronavirus-Patientin arbeitet als Kindergärtnerin

Der erste nachgewiesene Coronavirus-Patient in Nordrhein-Westfalen ist noch in der vergangenen Woche in der Kölner Uniklinik behandelt worden. Er habe sich am 13. und am 19. Februar zu regulären Nachsorgeuntersuchungen in der Uniklinik aufgehalten, sagte am Mittwoch ein Sprecher der Stadt Köln bei einer Pressekonferenz.

Auch die Ehefrau des Mannes ist positiv auf das Virus getestet worden. Die in Düsseldorf behandelte Coronavirus-Patientin ist als Kindergärtnerin tätig. Sie arbeite in einem Kindergarten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Die Kinder aus der Einrichtung und deren Eltern seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Das Ehepaar, das im Düsseldorfer Uniklinikum behandelt werde, habe noch zwei Wochen am gesellschaftlichen Leben teilgenommen, "wo das Virus so weit war, dass die Menschen sich anstecken konnten", sagte Laumann.

Corona-Patient ist mit 41 Menschen in Kontakt gekommen

Nachdem das Gesundheitsamt am Dienstagabend darüber informiert worden sei, dass bei dem Mann das Coronavirus festgestellt wurde, habe man ermittelt, wer mit dem Patienten in Kontakt gekommen sei. Ermittelt worden seien zehn Mitarbeitende der Uniklinik und 31 Patienten. Eine Mitarbeiterin zeige jetzt Krankheitssymptome. Ob es sich um das Coronavirus handele, lässt sich noch nicht sagen, da viele Symptome nicht eindeutig sind. Das Ergebnis des Corona-Test steht laut Uni-Klinik Köln noch aus.

Zehn Pflegekräfte und vier Ärzte, die zuvor in Erkelenz in Kontakt mit dem Coronavirus-Infizierten standen, sind sicherheitshalber nach Hause geschickt worden. Sie seien aber keine Verdachtsfälle auf eine Infektion, "da sie keine Symptomatik aufweisen", sagte der Pflegedirektor des Krankenhauses, Stephan Demus, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Erkelenz.

Die 14 Mitarbeiter sollen jetzt zwei Wochen zu Hause bleiben und eine "Art Tagebuch führen", sagt Demus. Die Beobachtungsphase geschehe unter der Aufsicht des Gesundheitsamts Heinsberg. Der Betrieb in den Kernbereichen der Klinik gehe indes normal weiter, sagte Friedrich Hölzl, Chefarzt in dem Krankenhaus. Lediglich planbare Fälle seien verschoben worden, um "Kapazitäten freizuhalten".

Was ist über den Mann bekannt?

Der Mann aus Erkelenz sei mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus aufgenommen. Nach WDR-Informationen sei der Mann 47 Jahre alt und leide an einer Vorerkrankung. Zuvor hatte der Patient aus dem Kreis Heinsberg noch an einer Karnevalssitzung in seinem Heimatort Gangelt teilgenommen. Das sagte der Landrat des Kreises Heinsberg Stephan Pusch am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Die Teilnehmer der Sitzung sollten auf Symptome achten.

Der Mann soll Kontakt mit einem Bekannten gehabt haben, der zuvor geschäftlich in China war. Laut verschiedener Medienberichte habe der Mann auch Kinder. Im Kreis Heinsberg sind aus Vorsichtsmaßnahmen Schulen und Kitas am Mittwoch geschlossen geblieben.

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Quelle: DPA / RTL.de