2018 M09 14 - 18:07 Uhr

Die Krankheit ist auch auf Menschen übertragbar

Das West-Nil-Virus ist langsam aber sicher auf dem Weg nach Deutschland. Der Erreger, der inzwischen in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Südosteuropas heimisch ist, breitet sich immer weiter aus. Er wurde bereits bei drei toten Vögeln in der Bundesrepublik nachgewiesen. Auch Menschen und Pferde können sich infizieren. Alle wichtigen Fakten, zum Beispiel, woher das West-Nil-Virus kommt und wie man sich schützen kann, erfahren Sie im Video.

Im schlimmsten Fall kann das West-Nil-Fieber tödlich enden

Diesen Sommer haben sich im Süden Europas auffällig viele Menschen mit der Krankheit angesteckt. Alleine in der EU wurden 800 Fälle des West-Nil-Virus registriert. Die Dunkelziffer könnte aber deutlich höher liegen. Für mindestens 75 Menschen endete die Krankheit tödlich. Laut dem Europäischen Zentrum für Prävention starben 26 davon in Serbien, 22 in Griechenland, 13 in Italien, 12 in Rumänien und jeweils einer in Ungarn und im Kosovo.

Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis das Virus auch Deutschland erreicht, sagte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts. Ein Habicht aus Weißandt-Gölzau (Sachsen-Anhalt), ein Bartkauz aus Halle/Saale und ein Bartkauz in Poing (Bayern) starben am West-Nil-Virus, das von Stechmücken übertragen wird.

Einen Impfstoff gegen das Virus gibt es nicht

Menschen haben sich in Deutschland mit dem Virus bisher glücklicherweise noch nicht infiziert. "Erstmal muss ein Tier infiziert sein. Dann muss die Mücke den Erreger aufnehmen und in sich vermehren und dann auf den Menschen übertragen", erklärte die Institutssprecherin.

Wenn das passiert, bemerken die meisten davon nichts. Bei rund 80 Prozent der Infizierten verläuft die Krankheit völlig symptomfrei. Bei 20 Prozent der Erkrankten treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Für Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen kann es dann richtig gefährlich werden. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht, darum bleibt einem nichts anderes übrig, als sich vor Mückenstichen zu schützen, bis es wieder kalt wird und die Mücken sterben.