Das Supertalent 2012: Juliette Schoppmann spricht sich mit Dieter Bohlen aus

10. November 2012 - 13:21 Uhr

Tränenreiche Aussprache auf der "Das Supertalent"-Bühne

Juliette Schoppmann soll vor zehn Jahren ein Songangebot von Dieter Bohlen ausgeschlagen haben. Die Presse berichtete darüber. Juliette sagt heute, dass die Schlagzeilen von damals nicht stimmen. Bei "Das Supertalent" 2012 hofft sie nun auf eine zweite Chance – beruflich und persönlich. Nach ihrem erfolgreichen Supertalent-Auftritt und der tränenreichen Aussprache mit Juror Dieter Bohlen ist Juliette nun überglücklich. Nach den vielen Schlagzeilen vor zehn Jahren war es Juliette Schoppmann vor allem ein menschliches Anliegen die Sache mit dem Poptitan zu klären. Haben sich ihre Hoffnungen erfüllt? Nach ihrem Auftritt bei "Das Supertalent" haben wir mit Juliette Schoppmann darüber gesprochen.

Wie zufrieden bist du mit deinem Auftritt und mit der Reaktion von Dieter Bohlen?

Juliette: Mir ist eine tausendtonnen Last von den Schultern gefallen. Ich bin gerade ehrlich gesagt immer noch sprachlos. Ich bin mit meinem Gesang nicht ganz so zufrieden, aber ich glaube, das ist normal, wenn man gegen sein Weinen ankämpft. Aber ich bin sehr glücklich, dass ich das loswerden konnte - dass ich das mit Dieter klären konnte, dass er mir meine Antworten gegeben hat auf alle offenen Fragen. Und jetzt geht's weiter. Ich bin sehr glücklich, dass es weiter geht.

Wir haben es ja alle auf der Bühne gesehen. Du kämpfst immer mit den Tränen, wenn du über dieses Thema sprichst. Kannst du erklären warum dir das mit dem Song so dermaßen nahe geht?

Juliette: Das ist ganz schwer zu erklären. Das ist eine Sache, die mich vor zehn Jahren sehr geschmerzt hat. Dieter und ich haben uns gut verstanden. Für mich war klar: Okay, er hat halt keinen Song für mich, sonst wüsste ich das ja. Und dann kommen solche Schlagzeilen. Ich war laut Zeitungen "Judas", ich war "Miss Größenwahn" und ich war die, die Dieter Bohlens Song ausschlägt. Was totaler Unfug ist! Ich hab damals die Welt nicht verstanden und wusste nicht, was ich tun sollte. Und jetzt das endlich zu klären - ich kann das gar nicht glauben. Wenn man so viele Jahre mit ein und demselben Schmerz umgeht, dann gehört er irgendwie zum Leben dazu. Und wenn du endlich in der Situation bist, dass alles aufzuklären, dann ist man so überwältigt. Ich bin sowieso nah am Wasser gebaut, aber ich hatte immer Probleme damit, andere Leute damit "zu belästigen". Ich habe das einfach anders gelernt. Diesmal war es für mich eine große Überwindung, das endlich anzusprechen und loszuwerden.

Hat Dieter dir bei der Übergabe des Sterns noch irgendwas gesagt. Wie war das für dich?

Juliette: Es war sehr schön, dass wir uns drücken konnten. Das war für mich ganz besonders wichtig. Es war für mich dann noch mal sehr emotional, ihn einfach umarmen zu können und ihm einfach nochmal zu sagen, wie glücklich ich bin, dass ich es ihm in die Augen sagen konnte.

Ist es denn jetzt für dich abgeschlossen? Bist du darüber hinweg?

Juliette: Das ist eine Sache, die mich wahnsinnig geprägt hat und mich sehr traurig gemacht hat. Ich bin eh nicht so gut mit Vertrauen. Aber heute ist der Schritt gekommen, wo ich zum ersten Mal loslasse. Nach zehn Jahren, wenn du das immer bei dir hast, jeden Tag – und es gibt keinen Tag, an dem ich nicht dran gedacht habe. Das hört sich jetzt bescheuert an, aber ist so. Ich muss das jetzt erst mal realisieren.