Sa | 20:15

Das Supertalent 2010: Thomas Lohse, Darko Kordic und Ruddy Estevez im Finale

Ruddy Estevez, Darko Kordic und Thomas Lohse

So lief das vierte Halbfinale von "Das Supertalent 2010"

Im vierten Halbfinale von "Das Supertalent" wurden die letzten drei Kandidaten für das große Finale am 18. Dezember ermittelt: Thomas Lohse und Darko Kordic schafften den Final-Einzug direkt mit den Zuschauer-Stimmen. Das Final-Ticket von der Jury bekam Ruddy Estevez.

Aber der Reihe nach: Als erste Kandidaten des vierten Halbfinales entern die Jungs von der "Dancefloor Destruction Crew" die Bühne. In Trainingsanzügen, mit viel Energie, einer tollen Choreographie und am Schluss mit freien Oberkörpern begeistern die Fünf Saalpublikum und Jury. Sylvie trifft den Nagel auf den Kopf: "Eine geile Eröffnung!"

Auch Sonja Pesies Version des Oleta-Adams-Hits "Get Here" kommt gut bei der Supertalent-Jurorin an: "Ich bin sehr gerührt, weil das Lied bei meiner Hochzeit mit Rafael gespielt worden ist." Auch Bruce und Dieter bescheinigen der erst 15-jährigen Sängerin eine sehr gute Leistung und eine tolle Entwicklung.

Als dritter Act des Abends sind Petr Spatina mit seiner Wasserharfe und Antonin Vilis an der Gitarre an der Reihe. Sie spielen ein zur Adventszeit passendes Medley u.a. mit "White Christmas" und sorgen ein weiteres Mal für Erstaunen, welche betörenden Klänge man einem Haufen Wassergläsern entlocken kann. Doch Sylvie hat den richtigen Riecher, als sie sagt: "Ich glaube, dass es für euch schwierig wird heute Abend."

Einhelliges Lob von der Jury und viel Beifall vom Saalpublikum erntet anschließend Ruddy Estevez für seine Gesangsdarbietung des klassischen Stücks "Sicilian Pastorale" aus dem Film "Der Pate". Bruce lobt die große Emotion in Ruddys Stimme, auch Dieter hört "eine super Leistung" und Sylvie zeigt sich schlicht "beeindrückt" - womit sie für einige Lacher sorgt.

Der Auftritt von Peter Wehrmann mit seiner - nach eigenem Bekunden - "musikalischen Zeitreise" kommt dagegen nicht so gut an. Zwar baut der 43-Jährige von 70er-Rock über Grunge und Hip Hop bis hin zu Techno fast jede Stilrichtung in seinen Beatbox-Vortrag ein - jedoch ohne Erfolg: Bruce und Sylvie üben milde Kritik und Dieter lässt gar einen seiner gefürchteten, bissigen Sprüche los: "Ich fand's auch gut, ...dass es vorbei war!"

Dieter outet sich als Darko-Fan

Nilson und Zito Mufume bringen den Saal dann wieder zum Kochen: In Superhelden-Kostümen tanzen die beiden ihre vor Ideen nur so sprühende Hip-Hop-Choreographie so harmonisch wie es wohl nur Brüder können. Bruce und Sylvie sind rundweg begeistert. Auch Dieter bescheinigt den beiden eine gute Performance und lobt die "gute Laune", die Nilson und Zito verbreiten, meint jedoch: "Aber wenn das synchron war, dann braucht ihr 'ne Brille!"

"Zum Niederknien" fand Moderator Marco Schreyl Thomas Lohses Klavierdarbietung der Titelmelodie aus "Love Story". Neben der Tatsache, dass der 26-Jährige mit "unheimlich viel Gefühl" spielt, zeigen sich alle vor allem beeindruckt von der Geschichte des ehemaligen Analphabeten, der sich zum Studenten gemausert hat. Dieter Bohlen bringt es auf den Punkt: "Unser junger Paul Potts am Klavier ist der Beweis, dass man Träume verwirklichen kann, wenn man dafür arbeitet wie ein Galeerensträfling."

Viel Sympathie ernten auch "Die Goldies", der Rentnerchor aus Geldern.

Sie begeistern Publikum und Jury wie schon im Casting mit dem Ärzte-Song "Junge". Dieter Bohlen erklärt die Faszination, die von den gar nicht gesetzten Damen und Herren über 60 ausgeht: "Diese Power, die ihr mitbringt, ist wirklich bewundernswert. Mit den Dritten singt man hier am besten!"

"Penismaler" Timothy Patch dagegen bekommt weniger Schmeichelhaftes zu hören: Noch während er mit seinen Haaren, seinem Hintern und natürlich auch einem weiteren wichtigen männlichen Körperteil ein Porträt von Dieter malt, ertönen die Buzzer von Sylvie und Bruce. Einige skeptische Blicke aus dem Publikum sprechen eine ähnliche Sprache. Dieter Bohlen findet das entstandene Bild zwar "nicht so schlecht", aber letztlich kann Timothy Patch nicht genügend Menschen von sich überzeugen.

Einen mehr als würdigen Abschluss-Auftritt legt anschließend Sänger Darko Kordic hin. Seine Darbietung von Bob Dylans Klassiker "Make You Feel My Love" sorgt für Standing Ovations, und auch die Jury ist ergriffen. Wie schon beim Casting kullern bei Sylvie die Tränen, und Dieter meint sogar: "Du warst mit 600.000 Kilometern Abstand der Beste heute Abend!"

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