Stimmen zum Bundesliga-Re-Start

Heldt feiert "Made in Germany", Müller findet: "Wie Alte Herren"

18. Mai 2020 - 8:43 Uhr

Re-Start der Bundesliga gestartet

Der Re-Start der Fußball-Bundesliga ist geschafft. Die Gemütslage der Liga bewegt sich irgendwo zwischen Erleichterung bis Freude und Fremdeln.

Heldt feiert "Made in Germany"

Horst Heldt, Sportchef vom 1. FC Köln, bekam sich gar nicht mehr ein. "Wir haben in Deutschland ja die größten Kritiker. Aber wir haben Bewunderung in der ganzen Welt erfahren", sagte er nach dem 2:2 des FC gegen den FSV Mainz 05. "Made in Germany war lange etwas Besonderes. Und jetzt haben wir mit vielen Menschen und der Unterstützung der Politik etwas auf die Beine gestellt."

Als erste große europäische Liga hat die Fußball-Bundesliga in der Corona-Krise den Spielbetrieb wieder aufgenommen. In den Stadien herrschen strenge Vorschriften, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) erarbeitet hat.

Müller: Wie Alte Herren

Die Akteure, die am Wochenende auf den Plätzen standen, femdelten mit der Nicht-Atmosphäre in den Stadien. Thomas Müller vom FC Bayern stellte nach dem Sieg bei Union Berlin in typischer Müller-Manier fest: "Das war wie Alte Herren um 19 Uhr."

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte bei Sky: "Es hat schon etwas Surreales, wenn du in den letzten zwei Stunden vor Anpfiff aus aller Welt SMS bekommst, dass die Leute heute vorm Fernseher sitzen und dann fährst du durch deine Stadt und es ist überhaupt nichts los." In Dortmund war an diesem Wochenende nichts wie üblich. Denn wenn der BVB den FC Schalke 04 empfängt, herrscht in der Stadt normalerweise Ausnahmezustand, dieses Mal aber gähnende Leere.

BVB-Keeper Roman Bürki meinte: "Wir haben vorher viele Gespräche geführt und wussten, dass es eigentlich nichts anderes ist als das Spiel, was wir früher als Kinder gespielt haben: Ohne Zuschauer und einfach Spaß haben."

Neven Subotic gibt Note "Okay"

Kritische Töne fand Neven Subotic von Union Berlin. "Wenn man sich die letzte Woche anschaut, dann ist nicht alles so rund gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben." Der Verteidiger war insgesamt aber versöhnlich gestimmt. "Das ist auch in Ordnung", sagte er. "Es sind 36 Vereine, mit insgesamt hundert oder sogar tausend Spielern. Wenn dann der eine oder andere einen Fehler begeht, ist es auch menschlich." Einen dicken Corona-Patzer leistete sich Augsburg-Trainer Heiko Herrlich.

Subotic forderte bei seinen Kollegen Disziplin ein. "Da müssen wir tolerant sein, aber auch Kritik üben, dass alles besser wird. Fürs Erste können wir uns die Note 'Okay' geben. Wir müssen aus den Fehlern lernen, damit bestimmte Sachen nicht mehr passieren", sagte Subotic.

Hier geht es zu den Ergebnissen des 26. Spieltags.