Das lange Ringen um die Opel-Zukunft

10. Juni 2011 - 13:28 Uhr

Eine Chronologie der Ereignisse

Erneut gibt es Spekulationen über einen Verkauf von Opel durch die Konzernmutter General Motors (GM). Seit Jahren ringt der Autobauer um seine Zukunft. 14. November 2008: Nach Absatzeinbruch und massiven Verlusten ruft Opel den Staat zu Hilfe.

27. Februar 2009: Opel will sich weitgehend von GM abkoppeln. Das von der öffentlichen Hand benötigte Kapital eines neuen europäischen Unternehmens Opel/Vauxhall wird auf 3,3 Milliarden Euro beziffert.

27. Mai: GM kündigt an, sein Europa-Geschäft mit der Hauptmarke Opel rechtlich abzuspalten.

30. Mai: Bund, Länder, GM, US-Finanzministerium und der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna einigen sich auf ein Rettungskonzept.

1. Juni: GM reicht einen Antrag auf Insolvenz ein.

10. Juli: GM wird aus der Insolvenz entlassen. Mehrheitlich in Staatsbesitz soll der Autokonzern wesentlich verkleinert überleben.

19. August: Bund und Länder wollen Kreditzusagen und Bürgschaften über 4,5 Milliarden Euro ohne Beteiligung der anderen europäischen Opel-Länder vorstrecken, wenn GM sich für Magna entscheidet.

10. September: Der GM-Verwaltungsrat empfiehlt einen Verkauf von Opel an Magna.

15. Oktober: Mit Blick auf ein befürchtetes Veto der EU-Kommission legen der designierte Käufer Magna mit seinem russischen Partner Sberbank und GM die Unterzeichnung des Übernahmevertrags auf Eis.

3. November: Der GM-Verwaltungsrat beschließt überraschend, Opel doch zu behalten. GM will das Europa-Geschäft selber sanieren.