Das jähe Ende einer Roboter-Reise: Vandalen in den USA zerstören HitchBOT

04. August 2015 - 14:20 Uhr

RTL-Reporter Carsten Mierke berichtet

Lassen sich Menschen auf künstliche Intelligenz ein? Das wollten zwei kanadische Wissenschaftler erforschen und erfanden dazu HitchBOT, einen trampenden Roboter. Die Konstruktion aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet- Computer bereiste bereits Kanada und Deutschland und wurde dabei weltberühmt. Nun sollte er per Anhalter durch die USA fahren. Doch dort nahm seine Reise ein abruptes Ende.

Roboter HitchBOT zerstört
HitchBOT reiste durch Kanada und Deutschland und wurde dabei weltberühmt.
© REUTERS, PAUL DARROW

Vor etwa zwei Wochen begann die Reise von HitchBOT an der US-Ostküste. Seine 'Eltern', zwei kanadische Wissenschaftler, bekamen alle 30 Minuten ein Foto von ihm und konnten sehen, wo er gerade ist. Der kleine Roboter kam aber nur bis Philadelphia. Da wurde er von Vandalen zerstört.

Soziales Experiment HitchBOT

"Ich bin überrascht, wie verärgert ich darüber bin. Ich hatte es nicht erwartet, ich bin fassungslos", sagt Prof. Frauke Zeller von der Ryerson University. Noch ist unklar, wer ihn zerstört hat, aber die Trauer ist groß – auch in Deutschland, denn hier war HitchBOT Anfang des Jahres unterwegs.

HitchBOT war ein Kunstprojekt, sagen seine Entwickler. Es ging um die Beziehung zwischen Mensch und Roboter. Einige setzten ihn in ein Flugzeug, andere gaben ihm Batterien zum Frühstück und dann war er sogar Ehrengast bei einem Indianertreffen. Nun aber geriet der elektronische Tramper in Gummistiefeln an einen Rüpel – das traurige Ende einer spannenden Reise.