Das Ende des Ramadans: Millionen Muslime feiern Fest des Fastenbrechens

Fastenbrechen beim Ramadan
Fastenbrechen beim Ramadan
© dpa, Lefteris Pitarakis, LP abl

25. Juni 2017 - 16:34 Uhr

Festmahl nach Fastenmonat - doch nicht alle können unbeschwert feiern

Für Muslime endet der Fastenmonat Ramadan. Damit folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens 'Eid al-Fitr'. Üppige Festmahle und Geschenke sind dabei Tradition. Vor allem Kinder bekommen aus diesem Anlass viele Süßigkeiten - deshalb wird das Fest auch 'Zuckerfest genannt. Doch in vielen Ländern können nicht alle unbeschwert feiern.

Während Ramadanfest: Anschlag auf Moschee in Mekka verhindert

Das dreitägige 'Eid al-Fitr' ist eines der höchsten Feste in der islamischen Welt. Es wird traditionell im Kreise der Familie zusammen mit üppigen Festessen und vielen Geschenken gefeiert. Das Ende des Fastenmonats wird aber erneut von zahlreichen Konflikten in der arabischen Welt überschattet. Zum Ausklang des Ramadans versammelten sich wieder Millionen Muslime in Mekka - der heiligsten Stadt des Islams. Ausgerechnet in dieser religiösen Hochzeit sollen Attentäter dort Anschläge geplant haben.

Saudische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben eine "gewaltige Terrorverschwörung" aufgedeckt und einen Anschlag auf die Große Moschee in Mekka verhindert. Dabei habe sich ein Terrorist selbst getötet. Der Mann habe sich in einem dreistöckigen Haus verschanzt und sich geweigert, aufzugeben. Er habe auf die Sicherheitskräfte geschossen und sich schließlich in die Luft gesprengt. Der vereitelte Anschlag auf die Moschee sei von drei Terrorzellen geplant worden, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Mansur al-Turki. Fünf Verdächtige seien festgenommen worden und würden verhört, darunter eine Frau. Nähere Angaben zu den Tätern wollte Al-Turki aus Ermittlungsgründen nicht machen.

Erdogan erleidet Schwächeanfall bei Gebet

Auch für den türkischen Staatspräsidenten endete das Ramadanfest mit einem Schrecken. Laut türkischen Medienberichten kollabierte Erdogan am Sonntagmorgen in einer Moschee in Istanbul beim Gebet zum Fest 'Eid al-Fitr' und musste auf eine Trage gelegt werden. Er erholte sich jedoch rasch wieder. Anschließend sagte Erdogan, dass der Schwächeanfall auf Blutdruckprobleme in Zusammenhang mit seiner Diabetes-Erkrankung zurückzuführen sei.

Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.

Zum Ende des Ramadan rief das philippinische Militär eine achtstündige Feuerpause in der von Islamisten besetzten Stadt Marawi aus. Die Waffenruhe sei eine Geste der Achtung der muslimischen Einwohner, erklärte ein General der Armee am Sonntag.