Lockdown wird verlängert und verschärft

Das bedeuten die Änderungen für den Norden

Geschlossene Gastronomie während des Corona-Lockdowns im Janaur 2021 im Stadtteil Hamburg St. Pauli -;Geschlossene Gast
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20. Januar 2021 - 8:51 Uhr

Lockdown bis Mitte Februar

Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert – das haben die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin beim vorgezogenen, virtuellen Corona-Gipfel beschlossen. Seit 14 Uhr saßen sie am Dienstag zusammen, auf ein neues Maßnahmen-Paket konnten sie sich erst nach fast acht Stunden einigen. Diese Maßnahmen wurden beschlossen:

  • Restaurants, Bars, Geschäfte und Freizeiteinrichtungen bleiben zu
  • Private Treffen sollen auf den eigenen Haushalt – und eine weitere nicht im Haushalt lebende Person – beschränkt bleiben
  • Medizinische Masken sollen im ÖPNV und in Geschäften verpflichtend sein
  • Homeoffice soll ausgeweitet werden
  • Eine nächtliche Ausgangsbeschränkung soll es NICHT geben
  • Die Präsenzpflicht an Schulen und auch Kindertagesstätten bleibt ausgesetzt

Insbesondere das Thema Schulschließungen soll für Zoff gesorgt haben.

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Medizinische Masken in Bus und Bahn

Das Tragen von medizinischen Masken im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften ist jetzt Pflicht. Alltagsmasken sind somit in Bussen und Bahnen nicht mehr erlaubt, sondern nur noch die Typen FFP2, KN95 und medizinische OP-Masken. Diese würden eine deutlich höhere Schutzwirkung bieten.

Angst vor einem Engpass hat Martin Helfrich von der Gesundheitsbehörde Hamburg nicht: "Es ist so, dass insbesondere OP-Masken günstig zu beschaffen sind und leicht zu erhalten. Die FFP2-Masken werden älteren Mitbürgern ja gegenwärtig durch Gutscheine von den Krankenversicherungen zur Verfügung gestellt. Mit den Gutscheinen, die man per Post erhält, kann man sich die Masken kostenlos in den Apotheken abholen."

Keine Homeoffice-Pflicht

Eine Homeoffice-Pflicht soll es nicht geben, aber Arbeitgeber sollen verpflichtet werden, Homeoffice zu ermöglichen. Wo dies nicht geht, sollen Masken ausgegeben werden und für die nötigen Hygienemaßnahmen gesorgt werden.

Viele Unternehmen in Norddeutschland bieten mittlerweile Homeoffice an, aber: "Fakt ist, das wir auch immer noch Zuschriften bekommen von Bürgerinnen und Bürgern die sagen, wir arbeiten in einem Großraumbüro und wissen eigentlich nicht, warum wir da alle sitzen müssen", so Anke Pörksen, niedersächsische Regierungssprecherin.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hatte sich zuerst gegen eine generelle Verordnung ausgesprochen - nun soll der Entwurf aber doch über bloße Appelle hinausgehen.

Streitthema: Schulen und Kitas

Über das Vorgehen in Kitas und Schulen wurde stark diskutiert. Es gebe ernstzunehmende Hinweise, dass sich mutierte Coronaviren "auch stärker unter Kindern und Jugendlichen verbreiten als das bei dem bisher bekannten Virus der Fall ist", so heißt es im Entwurf. Einige Ministerpräsidenten wollen dies mit Zahlen belegt haben.

Zumindest in Hamburg sollen von der Stadt geförderte Hilfsangebote weiterhin geöffnet bleiben.