"Ich glaub' mich knutscht ein Mensch"

Darum ist die Kuh-Kuss-Challenge saugefährlich

22. Mai 2019 - 12:31 Uhr

Was machen die denn da auf der Weide?

Immer mehr Influencer und Social-Media-Nutzer zieht es auf die schönen grünen Wiesen. Was sie dort wollen? Eine Kuh küssen. "Mit oder ohne Zunge", so verlangt es derzeit die Schweizer App Castl. Warum das allerdings gar keine gute Idee ist, verrät Landwirt Timo Wessels im Video.

Kühe küssen für den guten Zweck?

Hinter der neusten Challenge, die die sozialen Medien erobert, steckt die App Castl. Dabei handelt es sich um eine Community, die Challenges zu einem guten Zweck unterstützt - nach dem Motto "Crazy shit for the good cause". Mit jedem Beitrag zur #KuhKussChallenge auf Castl geht ein Spendebetrag an verschiedene gemeinnützige Organisationen. 

Ist die Kritik an der Challenge gerechtfertigt?

Unser Landwirt warnt vor der Kuh-Kuss-Challenge, in den Medien oder sogar von der Politik bekommt die Aktion Gegenwind. Das lässt Castl-CEO Marnus Flatz jedoch nicht auf sich sitzen und reagiert in einem offenen Brief an Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit 
und Tourismus in Österreich, auf die Vorwürfe.

"Dann müssten wir konsequenterweise zuerst alle Alpin-Sportarten inklusive des Wanderns verbieten, da diese statistisch betrachtet um vieles gefährlicher sind, als die Begegnung mit einer Kuh", schreibt er. "Ich bin außerdem davon überzeugt, dass sich jeder Mensch, mit oder ohne Kuh-Küsschen, sehr respektvoll Kühen nähert - das gebietet schon allein die Größe des Tieres. Die Vorstellung, dass Leute mit Hund und Handy auf Mutterkühe mit Kälbern zurasen, um ihnen gegen ihren Willen ein Bussi zu geben, ist reines Kopfkino."

So machen Sie mit, ohne sich in Gefahr zu bringen

Sie wollen bei der Challenge mitmachen, sich aber nicht in Gefahr begeben? Dann machen sie es entweder so wie unsere Reporterin oben im Video oder nehmen sie sich den nun von Castl auch im Aufruf zur Challenge angegebenen Rat zu Herzen: "Nur mit Einverständnis des Bauern ein Küsschen [...] wagen."