Gerichtesverfahren gegen Verlagsgruppe „Associated Newspapers“

Darum hat Herzogin Meghans Vater Angst vor seinem Tod

Thomas Markle will, dass Meghans Prozess gegen die Presse schnell beginnt.
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19. November 2020 - 13:00 Uhr

Herzogin Meghans Kampf gegen die Presse

Seit April stehen Herzogin Meghan (39) und die britische Verlagsgruppe "Associated Newspapers" (Herausgeber der britischen "Mail on Sunday") vor Gericht. Grund: Sie wirft der Zeitung unter anderem vor, einen Brief, den sie ihrem Vater geschrieben hatte, ohne ihr Einverständnis veröffentlicht zu haben. Der Prozess wurde kürzlich verschoben. Nun hat ihr Vater Angst, dass das Verfahren nicht rechtzeitig losgeht – und das aus gutem Grund.

„Ich bin ein Realist und ich weiß, dass ich morgen sterben könnte“

Die britische "Sun" berichtet jetzt, dass Thomas Markle, der 76-jährige Vater von Meghan, wegen der neunmonatigen Wartezeit bis zur Wiederaufnahme des Prozesses besorgt sei. Er hat Schwierigkeiten mit seiner Gesundheit, ist Frühdiabetiker, könne kaum 40 Schritte gehen, ohne aus der Puste zu sein. "Ich bin ein Realist und ich weiß, dass ich morgen sterben könnte. Je früher dieses Verfahren anfängt, desto besser", sagt Thomas Markle.

Allerdings hat der zuständige Richter diese Bitte zurückgewiesen. Der Prozess werde, wie geplant, am 15. Oktober 2021 weitergehen.

In dem Statement des Richters heißt es: "Mr. Markles subjektive Bedenken und Gefühle scheinen – bei objektiver Betrachtung – insgesamt ein relativ unbedeutender Aspekt des Falles zu sein." Die Aussagen des Vater seien zwar relevant, aber kein wesentlicher Bestandteil der Verteidigung.

Insgesamt hatte Meghan wegen fünf Artikeln, zwei von "Mail on Sunday" und drei von "Mail Online", Klage eingereicht. Der Herausgeber der Zeitung bestreitet alle Vorwürfe.

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